E-Health: Digitalisierung im Gesundheitswesen

E-Health: Digitalisierung im Gesundheitswesen

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hat es Ende des letzten Jahres offengelegt. Deutschland schwächelt massiv bei der Digitalisierung im Gesundheitssektor.

Während die deutsche Wirtschaft in puncto Digitalisierung stetig Schritt gehalten hat und in manchen Branchen sogar die Vorreiterstellung einnimmt, hinkt der Gesundheitssektor massiv hinterher. Wie massiv legt der Digital-Health-Index offen, in dem 17 verschiedene Nationen auf Grundlage der zum Einsatz kommenden digitalen Technologien in deren Gesundheitssystemen, miteinander verglichen werden. Deutschland belegt hier den vorletzten Platz, kurz vor Polen. 

E-Health in Estland Selbstverständlichkeit

Estland belegt im Index mit Abstand den ersten Platz, gefolgt von Kanada und Dänemark. All diesen Ländern gemein sei die Kombination aus einer effektiven Strategie der Digitalisierung, einer starken und kundigen politischen Führung in dem Bereich und einer festverwurzelten Institution zur Koordination des Digitalisierungsprozesses. Dort werden Rezepte völlig selbstverständlich digital übermittelt, Patientenakten sind digitalisiert und Untersuchungsergebnisse, Medikationspläne etc. können online eingesehen werden, um nur einige Beispiele zu nennen. An all diesen Entwicklung scheitert das deutsche Gesundheitswesen derzeit noch. 

Gesundheitsministerium in Handlungszwang

Teil der Studie war es auch zu untersuchen, wie es um die „Policy-Activity“, also das politische, strategische Vorgehen der Länder bestellt ist. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn indes habe den Handlungsbedarf erkannt und den Appell an die Politik verstanden. So sei in letzter Zeit bereits mehr in Sachen E-Health passiert, als in den letzten 14 Jahren zusammen, jedoch warnen Experten vor Schnellschüssen. Im letzten Monat habe Herr Spahn seine politische Agenda in Bezug auf E-Health nochmals auf der DMEA (Connecting Digital Health) verteidigt, doch mahnt beispielsweise Peter Haas (Professor für medizinische Informatik an der FH Dortmund) man brauche an Stelle vieler schnellen Entscheidungen, eine Gesamtstrategie zur realistischen Umsetzung. Ad Hoc-Maßnahmen bringen das System nicht weiter und benachteiligen bereits erkrankte Menschen. (vgl. www.aerzteblatt.de) Immer mehr Stimmen zweifeln an dem Kurs der Bundesregierung. Die Gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Maria Klein-Schmeink gab zu bedenken, dass eine elektronische Patientenakte nur dann Sinn ergebe, wenn gleichsam die Patienten deren Nutzen verstünden. 

Lösungen schon vorhanden

Es bleibt viel zu tun und Deutschland hat im Bereich E-Health massiven Aufholbedarf. Dabei stehen intelligente Lösungen zur Umsetzung vieler Strategien längst zu Verfügung. Unternehmen machen es vor, die Politik muss weiter nachziehen und mit einer gemeinsamen einheitlichen Strategie auch den Gesundheitssektor in die Digitalisierung führen.

10 Mai 2019

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