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Google Street View und der Datenschutz

Google Street View feiert sein 10-jähriges Jubiläum. Was sich in den letzten 10 Jahren verändert hat, lesen Sie hier.

Zehn Jahre ist es nun her, dass Google seinen Street View Dienst auf den Markt brachte. 

Ursprüngliche Bedenken

Zu Beginn der Street View-Ära entzündeten die Kamera-Autos, welche die Fassaden von Häusern fotografierten, eine hitzige Debatte.

Schließlich warf dieser Ansatz viele datenschutzrechtliche Bedenken auf. 

„Ich kann mir anhand von solchen Diensten anschauen, wo und wie jemand lebt, welche privaten Vorlieben er oder sie hat, wie seine Haustür gesichert ist oder welche Vorhänge an den Fenstern sind – und das ist noch das Wenigste.“

, so die damalige Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. 

10 Jahre Street View – Eine Bilanz

Inzwischen hat sich in puncto Street View einiges getan.

Mittlerweile sind die Google-Autos t3n zufolge in ca. 90 Ländern unterwegs und haben dort in Summe mittlerweile knapp 20 Millionen Kilometer Strecke abgefahren; eine bemerkenswerte Bilanz.

Darüber hinaus sind auch Unterwasseransichten in Street View verfügbar. 

Weiße Flecken in Deutschland

In Deutschland dürften jedoch nach wie vor viele Nutzer vergebens versuchen, digital an ihrem Haus vorbeizulaufen oder gar das eigene Grundstück virtuell näher zu begutachten.

So besteht Deutschland im Panoramadienst t3n zufolge vor allem aus weißen Flecken. 

Ursprüngliche Bedenken unbegründet?

Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BitKom-Verbandes, spricht auf t3n rückblickend von „Aufregung und auch Hysterie“

So wäre es jahrzehntelang möglich gewesen, Bilder des öffentlichen Raume zu veröffentlichen. 

„Jetzt sollte dies speziell mit Blick auf Kartendienste verboten werden, ein eigenes Gesetz wurde angekündigt“

, so Rohleder rückblickend. 

Endgültige Löschung

Der damalige Druck von Datenschützern habe zudem dafür gesorgt, dass bei Verpixelungen alle Aufnahmen eines Gebäudes oder auch Gebäudeteiles gelöscht werden mussten.

Hatte das Gebäude im Nachgang den Eigentümer oder den Mieter gewechselt, welcher der Veröffentlichung der Aufnahmen dann zugestimmt habe, wäre eine Wiederherstellung der Daten aufgrund der endgültigen Löschung nicht möglich gewesen. 

Heutiger Nutzen

Auch heutzutage sind noch zahlreiche Kamerafahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs.

Diese gehören jedoch nicht ausschließlich zu Google, sondern fahren auch für Unternehmen wie Here, Tomtom oder Apple. Ziel ist nun weniger die bloße Kartenerstellung.

Vielmehr geht es darum, Hochpräzisionskarten, die von Maschinen gelesen werden können, zu generieren, um das autonome Fahren voranzubringen. 

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