Trend 3: Nutzerfreundlichkeit im ERP System

Trend 3: Nutzerfreundlichkeit im ERP System

Nutzerfreundliche ERP Systeme werden zunehmend wichtiger. Anwender verlangen nach intuitiven Design und einfachen Oberflächen.

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Ein hoher Funktionsumfang im ERP selbst sorgt noch lange nicht dafür, dass Prozesse verschlankt und optimiert werden. Bei nicht vollständig automatisierten Prozessen kommt es nach wie vor darauf an, wie die entsprechenden Anwender das ERP System bzw. dessen Oberfläche annehmen. Mangelt es an Verständnis oder ist die Oberfläche unübersichtlich, entsteht letzten Endes ein größerer Aufwand. 

So sollte ein ERP im Idealfall nur die Funktionen beinhalten, die auch wirklich benötigt werden. Alle zusätzlichen Funktionen werden dennoch auf der Oberfläche dargestellt und tragen so zur Unübersichtlichkeit des gesamten Interface bei. 

Komplexe ERP Prozesse

Die Erwartungen an eine möglichst höhe Nutzerfreundlichkeit von ERP Systemen wird auch im kommenden Jahr weiter zunehmen. Entwickler stellt dies vor eine Herausforderungen, da leistungsstarke ERP Systeme in der Lage sind, hoch komplexe Prozesse abzubilden. Hier gilt es nun, diese Prozesse möglichst einfach und übersichtlich darzustellen. 

Usability im ERP System 

Im Zusammenhang mit der Nutzerfreundlichkeit eines ERP Systems wird oftmals auch der Begriff „Usability“ verwendet. Dieser steht wörtlich übersetzt für Gebrauchstauglichkeit. Diese wird gemäß DIN EN ISO 9241 wie folgt definiert: 

„(…) Eignung eines Produktes bei der Nutzung durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Benutzungskontext die vorgegebenen Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.“ (vgl. glossar.hs-augsburg.de). 

Häufige Probleme, welche die Gebrauchstauglichkeit eines ERP Systems reduzieren, sind beispielsweise die oben genannte komplexe Oberfläche, welche auch eine Vielzahl nicht benötigter Funktionen abbildet. Hinzu kommen ein fehlender Zugriff auf benötigte Daten, fehlende Hilfe, undurchsichtige Arbeitsabläufe ohne erkennbare Struktur bzw. Routine und eine fehlende Anpassbarkeit an das jeweilige Anforderungsprofil des Unternehmens (vgl. erp-und-mittelstand.de). 

All diese Probleme sollen im kommenden Jahr nach Möglichkeit reduziert werden. Ziel ist es, komplexe Prozesse möglichst simpel abzubilden. 
ERP Schulungen nach wie vor relevant 

Je intuitiver die Oberfläche des ERP aufgebaut ist, desto weniger Zeit benötigen Anwender, um den Umgang mit der Software zu erlernen. Dies spart Zeit und Ressourcen. Dennoch bedeutet die reine Nutzerfreundlichkeit nicht, dass Mitarbeiterschulungen zukünftig redundant werden. Besonders bei der Einführung eines neuen ERP Systems ist es unverzichtbar, zukünftige Anwender ausreichend zu schulen – auch, wenn einige Funktionen selbsterklärend scheinen. 

3 Januar 2020

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