Online-Boom und Umweltschutz miteinander vereinbar?

Online-Boom und Umweltschutz miteinander vereinbar?

Durch die Corona-Pandemie wurde der Online-Handel nochmals massiv befeuert. Wie die Logistik nun versucht dies in Einklang mit Nachhaltigkeitsstrategien zu bringen, hier.

Viele Händler sahen sich im vergangenen Jahr gezwungen, neben ihren klassischen Vertriebswegen auch den Online-Handel einzuführen. Damit ging auch ein wachsender Bedarf von Logistik einher, der wiederum negativen Einfluss auf die Umwelt hat. Wie sich dieser ansteigende Bedarf an Transportleistungen dennoch mit Themen der Nachhaltigkeit in Einklang bringen lässt, ist Gegenstand eines kürzlich erschienen Artikels von Tom Krause auf e-commerce-magazin.de vom 05.04.21. 

Mehr Transportleistungen nachgefragt

Demnach sorgen Ansteige von Transportleistungen und damit verbunden auch ein Mehrbedarf an Verpackungen für eine negative CO2-Bilanz. Viele Unternehmen haben sich dem Thema Nachhaltigkeit bereits angenommen und Initiativen ergriffen, die eigene Umweltbilanz zu verbessern. 

Umwelt immer noch wichtiges Thema

Meist durch Kompensation der Lieferungen oder auch durch nachhaltigeres Verpackungsmaterial. Doch trotz dieser Maßnahmen leide die Umwelt weiter, so Krause. Insbesondere der Transport der Pakete, meist über den Straßengüterverkehr, über hunderte Kilometer hinweg, sorge für ein weiterhin angespanntes Umweltverhalten. 

Leerfahrten sind ernstes Problem

Oftmals vergesse man, wie viel Leerfahrten anteilig am Gesamtverkehr ausmachen. Rund ein fünftel aller LKW-Fahrten in Deutschland seien nach Angaben des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung Leerfahrten. Krause sehe in diesen Tatsachen vor Allem eines; die fehlende digitale Transformation in der Logistikbranche

Manuelle Planung längst veraltet 

Die mangelnde Digitalisierung spiegele sich auch im Geschäftsalltag vieler Logistikunternehmen wider. Hier werden oft noch händisch geplant und über Exceltabellen versucht manuell die günstigsten Möglichkeiten und Transportwege zu evaluieren. Dabei liegen moderne Lösungen längt vor. Man müsse letztlich nur zugreifen. 

Die Transparenz fehlt

Ebenso fehle es an Transparenz während der Logistikprozesse. Routentracking und Transportverfolgung in Echtzeit seien in den meisten Fällen die Ausnahme. Somit sei letztlich auch eine weite Vernetzung unmöglich, was zu eben jenen Leerfahrten führe. Darunter leide neben der Effizienz auch die Umwelt. Es gibt also gute Gründe für die Digitalisierung der Logistikbranche. Warum also ist diese so zaghaft, wenn es darum geht neue Innovationen einzuführen?

Win-Win-Situation für Logistik und Umwelt

Die Digitalisierung der Prozesse, sei so Krause weiter, eine Win-Win-Situation für den gesamten Sektor und eben auch für den Online-Handel. Moderne Softwaresysteme bieten Logistikunternehmen die Möglichkeit besser und effizienter zu arbeiten, Leefahrten zu verringern und die Kommunikation sowie die Abwicklung von Aufträgen optimaler zu händeln.

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