Arbeitnehmer*innen unterschätzen Automatisierung der Arbeit

Arbeitnehmer*innen unterschätzen Automatisierung der Arbeit

Eine neue internationale Studie der Boston Consulting legt offen, dass viele deutsche Arbeitnehmer*innen die Bedrohung durch Automatisierungen von Arbeit unterschätzen.

In einer neuen Studie von Stepstone, The Network und der Boston Consulting Group wurden 210.000 Arbeitnehmer in 190 Ländern befragt. Dabei wurde deutlich, wie sehr deutsche Arbeitnehmer*innen die möglichen Auswirkungen der Automatisierung unterschätzen. Sie seien sich der Bedrohung der eigenen Arbeitsplätze durch die Digitalisierung nur mangelhaft bewusst. 

Corona hat die Situation verschärft 

Ebenso ergab die Studie, dass die Bereitschaft zur Weiterbildung oder zur Umschulung bei deutschen Arbeitnehmer*innen dementsprechend niedrig sei. Auch Corona habe nochmals zu dieser Entwicklung beigetragen. Insbesondere im Finanzsektor und in der Versicherungsbranche herrsche große Angst vorm Verlust des eigenen Arbeitsplatzes.

 „Beide Branchen stellen keine physischen Produkte her. Alles, was sie haben, sind Menschen und IT.“ - Rainer Strack, “ BCG-Arbeitsmarktexperte (vgl. t3n.de vom 28.04.21)

International Angst deutlich größer

Indes sei die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes international deutlich größer. So gaben 61% Studienteilnehmer*innen aus Singapur und 48% aus China an diese zu verspüren. Auch in den USA sei diese mit 44% noch weit höher als im deutschsprachigen Raum. Hier zu Lande gaben gerade einmal 28% an, dass sie in der der Digitalisierung eine Bedrohung ihres Arbeitsplatzes verspüren.

Wegfall von Arbeitsplätzen nichts neues

Dabei sei die Digitalisierung und der damit verbundene Wegfall von Arbeitsplätzen seit Jahren spürbar. Ob in Fabriken, oder auch im Bürowesen. Einfache Verwaltungstätigkeiten im Rechnungswesen beispielsweise können durch Technologien übernommen werden. 

Finanzsektor baut seit Jahren Stellen ab

Auch Banken und Sparkassen bauen seit Jahren Personal ab. In der Versicherungsbranche sei dieser Abbau bisher noch ausgeblieben. Doch werde, so die Autoren der Studie, auch in Zukunft mehr und mehr Arbeit von Maschinen übernommen.

Neue Arbeitsmodelle entstehen

Das heißt jedoch nicht zwangsläufig, dass künftig die Arbeit für den Menschen obsolet werde. Vielmehr entstehen zig neue Berufsfelder, in denen der Mensch Anwendung findet. Doch laufen auch die Weiterbildung und die Bereitschaft zur Umschulung derzeit noch schleppend. Die Bereitschaft der Deutschen sei hier im internationalen Vergleich wieder nur im unteren Drittel.

Fachkräftemangel weiter Thema

Doch gibt es auch entlastende Nachrichten für Arbeitnehmer*innen. So fallen in den nächsten 10 Jahren ohnehin ca. 5 Millionen Arbeitskräfte durch Rente weg. Der anhaltende Fachkräftemangel sorge zudem auch in der Zukunft für genügend Arbeitsplätze in Deutschland. 

30 April 2021

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