Wie die Digitalisierung den Konsum verändert

Wie die Digitalisierung den Konsum verändert

Dank der Digitalisierung sind neue Technologien schnell für die breite Masse erschwinglich. Das erhöht den Druck auf Unternehmen zunehmend.

Thomas Watson, Chairman von IBM prognostizierte im Jahr 1943, es werde weltweit vielleicht einen Markt für fünf Computer geben. Ken Olsen, Gründer der Digital Equipment Corp. gab im Jahr 1977 an, dass er keinen Grund darin sehe, warum jeder einen Computer zuhause haben solle. Und Auch Bill Gates glänzte das ein oder andere Mal durch Fehleinschätzungen, sei es zum Tablet-PC oder zu Spam-Mails. 

Trend oder Rohrkrepierer? 

Diese Fehlannahmen finden Ihren Ursprung in der Unvorhersehbarkeit des Marktes. Wenn eine neue Technologie auf den Markt strömt, ist es oftmals nur für sehr versierte Visionäre absehbar, ob das Produkt Potential für einen massentauglichen Mart hat. Steve Jobs war zweifelsohne ein solcher Visionär. 

Einführung des Smartphones wurde belächelt 

Während er im iPhone die Zukunft der Kommunikation einer breiten Masse sah, verspotteten viele Experten das Smartphone als viel zu teuer und unpraktisch. Durch die fehlende Tastatur sei dieses Telefon überhaupt nicht für den Mailverkehr ausgelegt, so der damalige Microsoft-Chef Steve Ballmer.  

Warten auf den nächsten Hype 

Angekommen im Jahr 2021 hält man sich indes mit Prognosen eher zurück. Strömt ein neues Produkt auf den Markt, wird genau beobachtet, wie dieser darauf reagiert. Immerhin könnte darin der nächste Mega-Hype stecken. 

Der Weg der Smartwatch in die breite Masse 

Ein gutes Beispiel sind Smart-Watches. Als diese Uhren zunächst den Markt betraten, war das Interesse noch gering. Lediglich ein paar technikaffine Fans nutzen diese Uhren, die Daten des Smartphones darstellen konnten. Oft wurden diese Uhren als unästhetisch abgestempelt. Eine breite Nachfrage war für viele undenkbar. 

Wiedermal war es Apple, die den Markt der Smartwatches revolutionierten. Durch die Erschließung neuer Anwendungsgebiete, vor Allem dem Sport und damit verbundenen Gesundheitsdaten, fand die Uhr seinen Weg in die breite Masse. 

Der Markt wächst stetig 

Und der Verkauf von Smartwatches legt weltweit weiter zu, Apple hat im Jahr 2017 bereits 18 Mio. Exemplare der Apple Watch verkauft und damit mal eben die gesamte Schweizer Uhrenindustrie hinter sich gelassen. Mit 51% Marktanteil ist Apple nach wie vor der größte Hersteller. 

Weit abgeschlagen kommen dann Gamin, Huawei und Samsung. Google und Samsung verkündeten vor Kurzem, man wolle ihre Betriebssysteme Tizen OS und Wear OS miteinander verschmelzen. Ob man dadurch Apples Vormachtstellung gefährden kann, bleibt jedoch fraglich. 

Immer schnellere Innovationszyklen 

Die Digitalisierung sorgt für immer schnellere Innovationszyklen. Märkte werden zunehmend globaler und Trends verbreiten sich durch das Internet deutlich schneller. Derzeit steht ein neuer Kandidat in den Startlöchern, eine breite Masse zu erreichen – VR-Brillen. 

Geschichte der VR-Brille 

Die Geschichte der virtuellen Realität reicht weit in das vergangene Jahrhundert zurück. Konzepte einer VR-Brille wurden bereits im Jahr 1932 durch Edwin Land beschrieben. Im Jahr 1965 entwickelte der Harvard-Student Ivan Sutherland dann das Konzept „Ulitmate Display“, das auch heute noch die Basis für die VR-Technik beschreibt. 

Auch Nintendo versuchte sich 1995 mit dem „Virtual Boy“ am Markt. Doch Rechnerkapazitäten und Grafikkarten waren noch nicht weit genug entwickelt um dem Anwender ein entsprechendes Erlebnis zu bieten. 

VR-Brillen der nächste große Hype? 

So langsam entsteigt die Technologie ihren Kinderschuhen. Spätestens seit der Übernahme von Oculus VR durch Facebook sind VR-Brillen in aller Munde. Derzeit liege der weltweite Umsatz von VR-Technologien bei 4,8 Mrd. USD, werde laut Prognosen im Jahr 2024 jedoch schon bei 12,2 Mrd. USD liegen. (vgl. statita.com) 

Unternehmen müssen Trends erkennen und produzieren 

Was bedeutet das also nun für Unternehmen? Nicht jeder Trend ist gleich ein Hype. Oftmals brauchen Technologien eine gewisse Anlaufzeit. Zum einen scheitern Technologien, weil andere Technologien die dafür benötigt werden noch nicht so weit entwickelt sind, zum anderen, weil es noch an Anwendungsgebieten für die breite Masse fehlt. 

Trends bei eigener ERP-Software 

Unternehmen müssen also den eigenen Markt ständig im Blick behalten und diesen nach neuen Trends observieren. Auch im Bereich der Unternehmenssoftware, wie etwa ERP-Systemen kommen immer neue Trends auf. Ob auf einen solchen Trend frühzeitig gesetzt werden sollte, hängt maßgeblich davon ab, ob die entsprechenden Anwendungsgebiete ersichtlich sind. 

16 Juli 2021

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