Versicherungsunternehmen müssen schneller digitalisieren

Versicherungsunternehmen müssen schneller digitalisieren

In der Corona-Kriese hätten Versicherer plötzlich Dinge innerhalb von zwei Wochen hinbekommen, die sie sonst in zwei Jahren nicht geschafft hätten, meint Dirk Schmidt-Gallas.

In einem am 06.04.21 erschienen Artikel auf cash-online.de spricht Senior-Partner und Leiter der Versicherungs-Practice bei Simon-Kucher, Dirk Schmidt-Gallas über die Potentiale der Versicherungsbranchen in Bezug auf neue Technologien und Digitalisierungsprozesse. Oftmals sehe er das Potential nicht ganz ausgeschöpft. 

Digitalisierung bislang eher behäbig

In vielen Versicherungen habe es Jahre gedauert, ehe auch nur kleinste Bereiche digitalisiert wurden. Insbesondere im Versicherungssektor habe Covid-19 dafür gesorgt, dass viele Prozesse digitalisiert werden mussten. Es gelte nun jedoch das hohe Tempo in Sachen digitaler Transformation beizubehalten. 

Corona beschleunigt Digitalisierungsvorhaben

Aktuell, so zeigt eine kürzlich durchgeführte Markteinschätzung der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partner, blieben die Ergebnisse der digitalen Transformation bei Versicherungsunternehmen den Erwartungen und Bedürfnissen der Kunden noch in vielen Bereichen weit zurück. 

Tempo bei Digitalisierung müsse weiter steigen

Schmidt-Gallas begrüßt das Tempo das derzeit an den Tag gelegt werde, sagt aber gelichzeitig auch, dass die mitunter schwerfällige Branche sich in Zukunft noch schneller transformieren müsse, um den Erwartungen der Kunden endlich gerecht werden zu können. Die Mehrheit der Anwendungsbereiche von maschinellem Lernen im Versicherungssektor beschränke sich derzeit noch auf Einsparungen von Kosten und der Abwehr von Betrugsversuchen, so Jan-Frederik Jakubek, Digitalisierungsexperte bei Simon-Kucher. 

„Neben diesen wichtigen Punkten liegt das viel interessantere Potenzial allerdings in der Top Line-Optimierung – und dieser Motor, der den Umsatz ankurbelt, kommt in der Versicherungsbranche bislang kaum zum Einsatz“ – Jakubek (vgl. ebd.) 

Große Potentiale müssten genutzt werden

Dabei sei das Potential eines intelligenten und verantwortungsvollen Dateneinsatz mit Hilfenahme von künstlichen Intelligenzen ein vielversprechender Booster für gleich mehrere Bereiche im Versicherungssektor. Zum einen könne man das Customer Lifecycle Management nachhaltig optimieren. 

Interaktion zum Kunden verbessern

Zum anderen könne auch das Empfehlungsmanagement optimiert und eine personalisierte Interaktion mit den Kunden realisiert werden. Man müsse den Versicherten mitnehmen und seine Bedürfnisse ernst nehmen. Es gilt das Verhältnis zu den eigenen Kunden langfristig und nachhaltig zu verbessern. 

Maschinelles Lernen von zentraler Bedeutung

Machine-Learning kann eine Schlüsseltechnologie dafür sein. Verbraucher erwarten heute einen besseren und auf sie zugeschnittenen digitalen Service. Dieser ließe sich nach Ansicht Schmidt-Gallas nur erfüllen, wenn die Daten intelligent genutzt werden. Viele ERP-Software-Systeme, die speziell für Versicherer konzipiert wurden, enthalten schon heute diverse Funktionen für die Auswertung und smarte Nutzung der eigenen Daten. 

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