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SAP und der Brexit

So bereiten Sie Ihre Software auf den bevorstehenden Austritt der Briten vor.

Am 20. Februar 2016 gab der damalige britische Premierminister David Cameron den Zeitpunkt des Referendums über einen möglichen Austritt aus der Europäischen Union bekannt.

Auch fast fünf Jahre später ist das Kapitel Brexit noch nicht abgeschlossen. 

Brexit: Ein kurzer Überblick

Der offizielle Ausritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union erfolgte am 31. Januar 2020.

Aktuell befinden wir uns in einer Übergangsphase, welche voraussichtlich bis zum 31. Dezember andauern wird. 

Übergangsfrist endet Anfang 2021

Die Übergangsphase dient dazu, grundlegende Kriterien wie beispielsweise die Natur der Handelsbeziehungen nach dem EU-Austritt zu definieren und so die langfristige Beziehung zwischen mit Vereinigten Königreich und der EU neu auszuhandeln.

Zum 1.1.2021 endet diese Frist – mit einigen potenziellen Konsequenzen. 

Unternehmen in der Bredouille

Aktuell verkompliziert die Lage vor allem die Tatsache, dass nach wie vor nicht alle genauen Modalitäten und Handelsregeln feststehen.

Das betrifft vor allem Unternehmen, welche mit Großbritannien Handel treiben. So werden softwareseitig einige Anpassungen notwendig werden. 

Unterschiedliche SAP-Subsysteme betroffen

Auf Unternehmen, welche SAP – die Lösung des gleichnamigen, größten deutschen Softwareanbieters nutzen -  kommen gleich mehrere Anpassungen zu.

Einem aktuellen Bericht von Heise zufolge müssen beispielsweise Bürger Großbritanniens im Kundenstamm des Systems als Angehörige eines Drittlandes vermerkt sein.

Auch beim Import aus Großbritannien muss dies im Bereich Materialwirtschaft berücksichtigt werden. 

Auch GTS und SD betroffen

Darüber hinaus kommen auf Unternehmen neue Formulare zur Zollabwicklung zu, welche unter anderem in den Modulen SD (Vertrieb und Distribution) und GTS (globale Handelsprozesse) zu hinterlegen und dort mit den betroffenen Kunden zu verknüpfen sind. 

Nach wie vor viele Unklarheiten

Darüber hinaus bleibt dem Heise-Bericht zufolge fraglich, zu welchem Ausmaß Änderungen im SAP FI-Modul (Finanzsteuerung) notwendig werden.

Je nach Radikalität des Austritts könnte hier sogar die Einrichtung eines neuen Umsatzsteuersystems notwendig werden. 

Übergangszeit

Auch stellt sich die Frage, wie es sich um Waren verhält, die im Dezember (pre-Brexit) bestellt werden, aber erst im Januar (post-Brexit) geliefert werden.

Eine Einstellung des Handels zwischen der EU und Großbritannien vor der Jahreswende könnte eine mögliche Lösung darstellen. 

9 November 2020

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