ERP-Systeme in internationalen Firmen

ERP-Systeme in internationalen Firmen

In der globalisierten Wirtschaftswelt sind viele Unternehmen auch im Ausland tätig. Dies stellt auch neue Herausforderungen für das ERP-System dar.

Ob Handel, Fertigung oder Handwerk, deutsche Unternehmen sind längst auch im internationalen Ausland tätig, haben dort Vertriebspartner oder gar eigene Niederlassungen. Was innerhalb der EU noch relativ einfach zu verarbeiten ist, wird außerhalb dieser oftmals zu einer Herausforderung. Verschiedene Sprachen, Gesetze und Vorgaben, Zollbestimmungen aber auch Kulturen müssen je nach Standort berücksichtigt werden. Dennoch müssen alle Prozesse grenzübergreifend flüssig funktionieren. Wie ERP-Systeme dabei helfen können, wollen wir uns in diesem Artikel einmal näher anschauen. Der ERP-Hersteller proALPHA hat dazu vor Kurzem eine Handlungsempfehlung für international tätige Unternehmen in Bezug auf ERP-Systeme veröffentlicht. In mehreren Punkten soll dabei geklärt werden, worauf Unternehmen bei der Auswahl eines ERP-Systems zu achten hätten. 

Gesetzliche Bestimmungen beachten

Demnach sei es zunächst von zentraler Bedeutung die vorliegenden lokalen Anforderungen zu erkennen und zu verstehen. Viele verschiedene Gesetze und Bestimmungen lassen es nicht einfach zu, so zu agieren, wie man es im eigenen Land wohlmöglich gewohnt ist. Auch gebe es zuweilen regionale Unterschiede, auf die es zu achten gilt. Bei der Erstellung eines Anforderungskatalogs sollte man daher genau darauf achten, was man eigentlich wirklich benötigt und dabei die lokalen Begebenheiten unbedingt mit einbeziehen. Aber nicht nur gesetzliche Bestimmungen können anders sein, auch Geschäftspraktiken unterscheiden sich je nach Region durchaus sehr voneinander. Somit müssen die Workflows aus einem Land, nicht unbedingt viel Sinn für ein anderes ergeben. Daher sollte man sich auch dieser Unterschiede im Vorfeld unbedingt bewusstwerden. 

Sprache oftmals Hindernis

Auch stellt die Sprache oftmals ein Problem dar. Zwar hat sich Englisch als Arbeits- und Projektsprache in den meisten Ländern dieser Welt etabliert, Muttersprache ist sie jedoch für die wenigsten und perfekt sprechen kann sie leider auch nicht jeder. So können wichtige Details in Absprachen verloren gehen. In der Handlungsempfehlung schreibt proALPHA, es würde an dieser Stelle Sinn ergeben, einen international versierten Projektmanager zu installieren. Auch solle man sich bereits im Vorfeld zur Einführung eines ERP-Systems in ausländischen Niederlassungen mit diesen ausreichend absprechen. Zu wenig Kommunikation gebe es an dieser Stelle einfach nicht. Projektziele müssten demnach ausreichend und unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede besprochen und kommuniziert werden. 

Workflows und Datenstrukturen nicht einfach übertragen

Die eben bereits angesprochenen Workflows lassen sich, wie bereits festgestellt nicht eins zu eins vom Mutterkonzern in eine Niederlassung im Ausland übertragen. In der Handlungsempfehlung gibt proALPHA aus, man solle grundsätzlich darauf achten, nicht all zu viele Anpassungen an der Standard-ERP-Version vorzunehmen, sondern Anpassungen lieber pro Mandanten bzw. pro Land verfügbar zu machen. Auch müsse man sich über die technische Infrastruktur Gedanken machen. Will man die Niederlassung auf eine bereits bestehende Datenbank als zusätzlichen Mandanten einrichten oder lieber auf einer anderen? Ersteres spart Geld, zweiteres minimiert die Abhängigkeit aller Niederlassungen von nur einer Datenbank. 

Einheitliche Daten sorgen für bessere Auswertungen

Ferner kann es für viele Unternehmen Sinn ergeben, dass diese ein verpflichtendes Stammdatenmanagement vorgeben. Ähneln sich die Geschäftsprozesse, so sollten die dazu gehörigen Daten dies ebenfalls tun. Zwar ist die Verständigung auf ein zentrales Datendesign oftmals mühselig, garantiert jedoch dem ERP-Systeme einheitliche Daten, die global ausgewertet werden können. Dabei sollte die Benutzeroberfläche in der jeweiligen Landessprache verfügbar sein. Ist dies nicht der Fall, sollte internationale ERP-Systeme zumindest über ein gut funktionierendes Übersetzungs-Kit verfügen. (vgl. Pro Alpha Fink & Fuchs AG) Hinzu kommen dann auch noch weitere Funktionen, die ein ERP-Systeme bzw. der dazugehörige Lieferant abdecken können sollte. So zum Beispiel die örtliche Steuerkonformität oder auch die örtliche Unterstützung durch den Anbieter selbst. Letztlich bleibt es ein schwieriges Unterfangen, ein ERP-System in vielen verschiedenen Ländern zu implementieren, jedoch auch äußerste lohnenswert. 

13 August 2019

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