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Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen

Näheres zu den wichtigsten Ergebnissen der "Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz" im Bundestag erfahren Sie hier.

Mehr als zwei Jahre lang beriet laut einem aktuellen MDR-Bericht die "Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz" im Bundestag.

Insgesamt kamen dabei fast 800 Seiten zusammen. Eine große Rolle spielte in diesem Zeitraum auch das Thema „KI im Gesundheitswesen“. 

Der MDR-Bericht fasst nun die wichtigsten Ergebnisse zusammen. 

Projektgruppe KI und Gesundheit

In insgesamt sechs Projektgruppen befassten sich sowohl Abgeordnete als auch Experten näher mit dem Thema KI; erstellten Texte und Handlungsempfehlungen. 

In der Projektgruppe KI und Gesundheit wurden Beispiele dafür zusammengetragen, wo Künstliche Intelligenz bereits heute in der Medizin- und Gesundheitsbranche im Einsatz ist.

Darüber hinaus wurde erarbeitet, in welchen Bereichen der Gesundheitsbranche KI ein großes Potenzial birgt und wo die Technologie auch gewissen Risiken mit sich bringt. 

KI im Gesundheitswesen: Praktische Anwendungsbereiche 

Bereits heute lassen sich beispielsweise mittels künstlicher neuronaler Netzwerke (KNN) medizinische Bilddaten auswerten.

Entsprechende Ansätze kommen unter anderem bei der Krebsdiagnose in einer unterstützenden Funktion zum Einsatz. 

So lassen sich auch Blutvergiftungen oder Alzheimererkrankungen mithilfe einer Künstlichen Intelligenz erkennen. 

KI und Corona

Auch in der Erkennung des Corona-Virus könnte Künstliche Intelligenz bereits sehr früh eine entscheidende Rolle gespielt haben.

So warnten bereits im Dezember vergangenen Jahres die Systeme BlueDot aus Kanada und HealthMapService aus Bosten vor Viren unbekannter Herkunft, wie der MDR berichtet.  

"Das Tool wertete fremdsprachige Nachrichten, wissenschaftliche Netzwerke und Meldungen offizieller Stellen aus."

, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf den 800-seitigen Bericht der Kommission. 

Empfehlungen der Kommission

Die Projektgruppe hat zudem zehn Handlungsempfehlungen in Zusammenhang mit der Anwendung Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen zusammengetragen. 

Strategischen Ansatz schaffen

So fordert sie beispielsweise von der Bundesregierung eine umfassende Strategie für Einsatzmöglichkeiten von KI-Technologien im Gesundheitsbereich. 

Höhere Investitionen in die IT 

Darüber hinaus solle dauerhaft in die IT-Infrastruktur von Krankenhäusern investiert werden. Konkret wird hier ein Wert von 4 Prozent der Jahresgesamtausgaben genannt. 

Freiwillige Nutzung

Ferner sollen Patienten die Möglichkeit haben, ihre Daten freiwillig, abgestuft und widerrufbar freizugeben oder sich gegen die Anwendung Künstlicher Intelligenz entscheiden dürfen. 

Expertise aufbauen

Auch sollen Beschäftigte des Pflege- und Gesundheitsbranche entsprechende Fachkenntnisse und -kompetenzen aufbauen und wissen, wie eine KI im jeweiligen Bereich eingesetzt werden kann. 

17 November 2020

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