Data Hubs anstatt ERP-Software?

Data Hubs anstatt ERP-Software?

Das ERP stellt in vielen produzierenden Unternehmen die zentrale Schnittstelle der IT dar. Doch nun kommen Data Hubs und stelle bestehende Strukturen in Frage.

In einem am 06.07.21 erschienenen Artikel von Christopher Möhle, COO bei Turbine Kreuzberg auf digital-manufacturing.de stellt dieser die bestehenden ERP-Strukturen in produzierenden Unternehmen in Frage. ERP-Systeme stehen oftmals im Zentrum der Systemlandschaft, seien dafür jedoch gar nicht ausgelegt. Dies führe dann zu Problemen bei der Performance und der Innovationsfähigkeit. 

Reibungslose Abläufe in der Produktion 

Gerade in der Produktion müssten reibungslose Abläufe zu jedem Zeitpunkt sichergestellt werden. Dazu bedarf es eines ungestörten Informationsflusses, der alle Komponenten des Produktionsprozesses berücksichtige. Ein effizientes und fehlerfrei funktionierendes Datenmanagement sei daher unerlässlich. 

ERP-Software in der Mitte der Systemlandschaft 

Derzeit komme hierfür primär die ERP-Software zum Tragen. Diese wurde im Laufe der 80er Jahre entwickelt, um die Prozesse aus der Produktion dem Einkauf und dem Verkauf miteinander zu verbinden. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Teilbereiche an das ERP-System angeschlossen, sodass das ERP nun die zentrale Schaltstelle in Mitten der Systemlandschaft von vielen Unternehmen darstelle, so Möhle weiter. 

Langsame Datenbanken erschweren Kommunikation 

Im Wege einer schnellen Kommunikation zwischen allen Knotenpunkten eines Unternehmens stehe nun jedoch eine oftmals sehr langsame Datenbank. Ein- und ausgehende Daten müssten jeweils transformiert werden, anstatt das die Datenströme grundlegend harmonisiert werden. Ebenso sei es komplizierter einzelne Komponenten der ERP-Software auszutauschen, da immer auch der Datenweg über das ERP in alle anderen Bereiche mit zu berücksichtigen sei.

Data Hub als Alternative zum ERP 

Mit sogenannten Data Hubs umgehe man diese Probleme. Ein solcher Hub bündle die komplette Datenstrukturhoheit mit allen Zustandsänderungen aller Datensätze, dem Rollenmanagement und Schnittstellen. Währenddessen können sich alle anderen Systeme über eine granulare Schnittstelle mit dem Hub verbinden, so die Grundidee. 

Flexible Datenvermittlung zwischen allen Systemen 

Anstatt also einer linearen Kommunikation mit diversen Abhängigkeitsketten in einer ERP-Software zu folgen, gebe der Hub eine einheitliche Standard-Datenstruktur vor, die ein flexible Datenvermittlung zwischen allen Systemen ermögliche. Davon profitierten letztlich alle Systeme, da die Kommunikation schneller und effizienter ablaufen würde. 

Einfache Integration und Daten voll ausschöpfen 

Auch die Aufwände bei Integrationen seien schlichtweg deutlich niedriger, als bei einer ERP-Software. Zudem ließen sich mit einem Data Hub Verknüpfungen erstellen, die zuvor nur schwer möglich waren. Das Datenmanagement sei in Unternehmen heute extrem wichtig. Monolithische Strukturen müssten überwunden werden, damit Unternehmen letztlich das volle Potential ihrer Daten ausschöpfen könnten.

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