Industrie 4.0 für den Mittelstand

Industrie 4.0 für den Mittelstand

Bei der Digitalisierung der Industrie denkt man an automatisierte Fabriken mit intelligenten Maschinen, doch wie kann der Mittelstand der Industrie 4.0 begegnen?

An der Ostbayrischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden setzt man sich zurzeit mit genau dieser Frage auseinander. Wenn von Industrie 4.0 die Rede ist, dann meist auch von maschinellem Lernen, künstlicher Intelligenz oder dem Internet of Things (IoT). Doch wie gerade kleine und mittelständische Unternehmen aus dem produzierenden Sektor diesen Trends begegnen können bleibt oft unklar. Sie verfügen nicht über die Mittel, aufwendige Neuerungen vorab zu testen und durch verschiedene Versuchsphasen hinweg die eigene Produktion am Laufen zu halten. Eine Umstellung auf ein neues System, ganz gleich in welchem Bereich, bedeutet immer einen gravierenden Einschnitt. 

Datenbank für Benchmarkprozesse

Mit den Schwierigkeiten des Transformationsprozesses gerade für mittelständische Unternehmen befasst sich die Forschergruppe der OTH. Man wolle eine große Datenbank mit Benchmarkprozessen für die Zerspanung und den 3D-Druck aufbauen, die dann kleinen und mittleren Unternehmen zugänglich gemacht werden soll, so Professor Dr.-Ing. Wolfgang Blöchl gegenüber der Onetz am 23.07.2019. Man wolle testen, wie sich bestehende Methoden und Maschinen anders als bisher einsetzen lassen und an welchen Stellen man welche Werkzeuge und Softwareanwendungen ergänzen könne. Bei der Fertigung von Werkstücken und Bauteilen existieren im Wesentlichen zwei unterschiedliche Verfahren. Zum einen die subtraktive Fertigung, bei der Material von einem Rohling abgetragen wird und die additive Fertigung, bei der Material zusammengetragen wird, beispielsweise beim 3D-Druck. 

Entwicklung neuer Methoden

Nun soll erforscht werden, wie sich beide Methoden miteinander verbinden lassen, um einen Mehrwert für den Herstellungsprozess zu generieren. Man hoffe einen Benchmarkingprozess für additive und subtraktive Fertigungsmethoden entwickeln zu können um mittelständischen Firmen letztlich einen Leitfaden an die Hand geben zu können, der diesen aufzeige, wie sich die neusten Produktionstechnologien zu erschwinglichen Preisen nutzen lassen. (vgl. ebd.) Somit wird der Mittelstand in die Industrie 4.0 einbezogen, dennoch bleibt viel Arbeit und eine Menge Umdenken um den Transformationsprozess gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen schaffen zu können. 

Neuste Technologien in der Industrie

Der Maschinenmarkt in der Zukunft, die Industrie 4.0, Das Internet of Things (IoT), Machine Learning, Smart Factory, Robotics; All diese Schlagwörter rund um neue Technologien für die Industrie werden auf der DMEXCO am 11. und 12. September in Köln aufgegriffen. Über 1.000 Aussteller aus aller Welt präsentieren ihre Innovationen und neuen technologischen Anwendungen. Auch die Ganz großen wie Microsoft, Adobe, Google, IBM oder Salesforce werden zu gegen sein. (vgl. https://www.maschinenmarkt.vogel.de/digitaler-innovationsschub-fuer-industrie-und-produktion-a-847186/) Für den Mittelstand werden ebenso spannende Lösungen vorgestellt, wenngleich die Erschließung vieler der innovativen Technologien für diesen eine echte Herausforderung sein kann. 

25 Juli 2019

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KMU Industrie 4.0 Produktion IoT

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