Betriebliches Gesundheitsmanagement über ERP?

Betriebliches Gesundheitsmanagement über ERP?

Heutzutage kommt kaum ein Unternehmen noch ohne ein betriebliches Gesundheitsmanagement aus. Wie Softwarelösungen dabei unterstützen können.

In der modernen Arbeitswelt sind die Arbeitnehmer zunehmend gefordert, körperlich wie geistig. Das bringt eine hohe Belastung für den Körper mit sich, ob durch stundenlanges Sitzen am Schreibtisch oder einseitiger körperlicher Beanspruchung beispielsweise in Fabriken. Rückschmerzen sind mittlerweile zur Volkskrankheit geworden. Drei Viertel aller Berufstätigen in Deutschland leiden mittlerweile unter Rückenschmerzen. (vgl. Rebecca Häfner vom 16.03.2018 in Berliner Morgenpost) Das führt wiederum zu Arbeitsausfällen. Zahlen aus dem Jahr 2016 belegen, dass mit rund 5,8 %, Rückenschmerzen die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in dem Jahr in Deutschland war. (vgl. statista.com, „Statistiken zu Rückenschmerzen“) So überrascht es wenig, dass immer mehr Unternehmen sich dem Thema widmen. Und die Vorteile liegen durchaus auf der Hand.

Motivation durch BGM fördern

Unterstellt man dem Unternehmer es gehe ihm beim betrieblichen Gesundheitsmanagement weniger um die Gesundheit der Angestellten, als viel mehr um die Reduzierung von Krankheitsausfällen, ignoriert man dabei die Tatsache, dass BGH weit mehr als das zu leisten vermag. Die meisten Unternehmen haben längst erkannt, dass nur zufriedene Angestellte auch langfristig Leistungen auf einem hohen Niveau erbringen und tuen daher heute schon recht viel für ein angenehmes Arbeitsklima. Ständiger Stress, chronisch unterbesetze Abteilungen oder gar Mobbing durch Vorgesetzte oder Kollegen auf der einen Seite, Misstrauen, keine Wertschätzung und ausbleibende Perspektiven auf der anderen Seite. Hier muss der Unternehmer eingreifen, um seine Fälle nicht davon schwimmen zu sehen. Workshops oder Coachings können an dieser Stelle schon helfen. (vgl. sage.com)

Ganzheitliches Gesundheitsmanagement

Reaktionäre Maßnahmen sind das eine, präventive hingegen der Königsweg. Hier kommt das betriebliche Gesundheitsmanagement ins Spiel. Bis zu 44 Euro kann ein Unternehmen jeden Monat pro Angestellten steuerfrei investieren. Davon lässt sich beispielsweise eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder eine Dauerkarte fürs hiesige Schwimmbad finanzieren. An dieser Stelle sind individuelle Angebote an die Mitarbeiter sehr sinnvoll. Schickt der Unternehmer einfach alle Mitarbeiter ins Fitnessstudio, werden diejenigen, die sich dort unwohl fühlen oder keinen Spaß daran finden, dies eher als Belastung ansehen und dem Angebot nicht nachkommen. Dann hat man am Ende nichts gewonnen. Es gilt also herauszufinden, an welchen Stellen im Unternehmen welche Angebote unterbreitet werden müssen. (vgl. ebd.) 

Messbarer Erfolg

Es ist also wenig sinnvoll willkürlich Angebote zu machen und das BGM damit als abgehakt zu betrachten. Viel mehr muss evaluiert werden, welche Maßnahmen wirklich greifen. Bleiben wir beim Beispiel Rückenschmerzen. Viele Angestellte haben sich krankgemeldet und klagen vermehrt über Rückenschmerzen. Nun lädt der Unternehmer einen Coach ein, der einen Workshop zum Thema Rückenübungen am Arbeitsplatz hält. Nun werden einige Angestellte diese Übungen ein paar Wochen immer mal wieder ausprobieren, ehe der Alltagsstress sie wieder davon abbringt und die Beschwerden weiter gehen. Viel sinnvoller wäre es an dieser Stelle gewesen, den Mitarbeitern im Rahmen einer täglichen 15-minütigen Pause den Raum für gemeinsame Rückenübungen zu schaffen, diese also mehr zu institutionalisieren. Doch um zu wissen, an welchen Stellen welche Angebote in welcher Frequenz gemacht werden müssen, braucht es Daten. 

Personalwesen 

Daten die jedes Unternehmen zumeist schon hat. Im Personalwesen laufen viele relevante Daten zusammen. Ob Fehlzeitquoten, Krankenquoten, Fluktuationsraten, Austrittsgründe, Leistungsbeurteilungen oder auch Altersstruktur, all das lässt sich verwenden um zunächst einmal grob abschätzen zu können, in welchem Maße gehandelt werden muss. Auch lassen sich bisherige Teilnahmen an Maßnahmen auswerten. Sind beispielsweise diejenigen die die Angebote in der Vergangenheit wahrgenommen haben, wirklich weniger krank? Die HS-Hamburger Software bietet beispielsweise über ihre Software HS Personalwesen Unterstützung zum betrieblichen Gesundheitsmanagement an. (vgl. hamburger-software.de) Auch finden sich diverse Online-Tools über die sich das BGM verwalten lässt und die zudem eine Datenbank von verschiedenen Angeboten mit sich bringen wie beispielsweise machtfit.de. Wie Sich Unternehmer auch entscheiden, das betriebliche Gesundheitsmanagement darf gerade in Zeiten des Fachkräftemangels nicht unterschätzt werden. 

29 Juli 2019

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