Was ERP-Systeme mit dem Klimawandel zu tun haben

Was ERP-Systeme mit dem Klimawandel zu tun haben

In einem Artikel von Dr. Rainer Schuldt von IAS beschreibt dieser, wie ERP-Systeme mit dem globalen Klimawandel zusammenhängen.

Kaum ein Thema ist dieser Tage so allgegenwärtig wie der menschengemachte Klimawandel und dessen Folgen. Umweltpolitik rückt mehr und mehr in den Fokus und auch die Wirtschaft wird sich zunehmend seiner Verantwortung bewusst. In dem Artikel „ERP-Systeme und der Klimawandel“ von Dr. Rainer Schuldt, Senior Consultant, Industrial Application Software GmbH (IAS), stellt dieser einen Zusammenhang zwischen eben beiden her. Dieser Zusammenhang mag sich im ersten Moment nicht unbedingt erschließen, doch sei dieser durchaus gegeben, so Schuldt. 

ERP-System kein Allheilmittel

Vorweg gibt er an, ERP-Systeme nicht als Allheilmittel gegen den Klimawandel verstehen zu wollen. Vielmehr wolle er in seinem Kommentar aufzeigen, wie ERP-Systeme für eine effizientere und flexiblere Architektur dazu beitragen können, Klimaziele einhalten und erreichen zu können. Zunächst einmal beschreibt er das vorherrschende Problem des Klimawandels an sich, aus verschiedenen disziplinären Perspektiven. So sei die Energiebilanz aus physikalischer Sicht ganz einfach dadurch zu erklären, dass die Erde im Durchschnitt gerade etwas weniger Energie in den Weltraum abgebe, als sie von der Sonne aufnehme. Dies führe letztlich dazu, dass die Durchschnittstemperatur ansteige. Durch den Anteil von CO2 in der Atmosphäre, werde die abgehende Energie zurück zur Oberfläche reflektiert und ein Treibhauseffekt stelle sich ein. So weit so bekannt. 

Industrialisierung brachte Wohlstand 

Aus chemischer Sicht betrachtet, sei unsere Atomsphäre ein riesiger chemischer Reaktor, in dem sich Gase wie Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid und Wasserdampf, aber auch Aerosole oder Mikrofeinstaub miteinander verbinden und reagieren. Mit der Industrialisierung von rund 200 Jahren und der damit verbundenen Verbreitung der Dampfmaschine, angetrieben von fossilen Brennstoffen, stieg der Wohlstand gleichsam wie der weltweite CO2-Ausstoß. Technischer Fortschritt solle nun jedoch auch dafür sorgen, klimaneutrale Alternativen zu produzieren, dabei jedoch das Wohlstandsniveau mindestens zu halten. Doch welche Maßnahmen könne es geben, damit dies möglichst im Rahmen der gesetzten Fristen umzusetzen ist?

ERP als Betriebssystem für Unternehmen

Zunächst einmal sehe Schuldt die Klimapolitik als größte Herausforderung, wenngleich nicht als einzige. Er sehe das Problem nicht ausschließlich in den Faktoren, die unmittelbar mit dem Klima zusammenhängen, wie etwa die Energieerzeugung, den Verkehr oder die Landwirtschaft, sondern auch im Umgang mit Umweltgiften oder Plastikmüll. Ein ERP-System sei quasi das Betriebssystem für jedes Unternehmen und sei in der Lage durch die Integration verschiedener Funktionen eine ökologische Transparenz in einem Unternehmen herzustellen. Bei der Kalkulation der Herstellungskosten werden verschiedene Parameter, wie Einkaufspreise der Rohstoffe, Fertigungskosten, Lagerkosten etc., herangezogen. 

CO2-Verbrauchskalkulation erstellen

Analog könne man bei der Berechnung des ökologischen Fußabdruckes eines Unternehmens verfahren. Man ordne dabei einem bestimmten Material oder Prozessschritt den entsprechenden CO2-Verbrauch zu und erhalte eine CO2-Verbrauchskalkulation. Durch ökologische Kennzahlen werden dann innerhalb der ERP-Prozesse, ganz ähnlich wie bei der Berechnung der Kosten, Optimierungspfade offengelegt und erkennbar. Auch ergebe sich für ein Unternehmen, dass seinen eigenen CO2-Verbrauch im Detail kenne, letztlich Vorteile bei einer Besteuerung dieser durch die Politik. Auch für die Kunden eines Unternehmens, wäre es durchaus in Zukunft ein Faktor zu wissen, wie sich die CO2-Bilanz eines einzelnen Produktes darstellt. Vor Allem dann, wenn die Politik entsprechende Gesetze auf den Weg bringt. 

ERP kann mit moderner Struktur helfen

Letztlich sieht Schuldt in einem flexiblen ERP-Design die Möglichkeit zur Innovation, beispielsweise in Richtung Abrechnungsmodelle für erneuerbare Energien, Intensivierung der Kreislaufwirtschaft, Sharing-and-Shared-Cost-Modelle uvm. Am Ende des Kommentares gibt er nochmals an, dass ERP-Systeme nicht in der Lage sein das Klimaproblem zu lösen, sie können jedoch dabei behilflich sein, die Klimaziele auf unternehmerischer Basis zu erreichen. (vgl. Dr. Rainer Schuldt vom 03.09.2019 auf it-daily.net)

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