Corona doch nicht der erhoffte Digitalisierungsmotor?

Corona doch nicht der erhoffte Digitalisierungsmotor?

Entgegen der Annahmen die Corona-Pandemie habe die Digitalisierung in vielen Unternehmen vorangetrieben, kommt eine neue Studie zu einem anderen Schluss.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie von Sortlist wurden knapp 500 kleine und mittelständische Unternehmen in Spanien, Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden befragt. 

Das Ergebnis dieser Befragung überrascht. Entgegen der allgemeinen Annahme, Corona habe zur Digitalisierung von Unternehmen beigetragen, kommt man zumindest in dieser Studie zu dem Schluss, dass dem nicht so sei. 

Pandemie habe keinen Einfluss

So gaben 53% der Befragten an, die Corona-Pandemie habe bislang keinen Einfluss auf deren Digitalisierungsfortschritt gehabt oder diese sogar gebremst. Wichtigster Grund für das Ausbleiben wichtiger Digitalisierungsschritte sei nach Angaben der Befragten das fehlende Budget. So spiele staatliche Unterstützung bei der Realisierung von Digitalisierungsprojekten eine wichtige Rolle. 

Geteilte Erfahrungen in Sachen Digitalisierung

Es zeigt sich jedoch auch Bewegung in den Ergebnissen der Studie. Rund 43,8% der Befragten gaben an, dass die Pandemie in der Tat dafür gesorgt habe, dass Digitalisierungsprojekte schneller umgesetzt wurden. Dem gegenüber stehen jedoch auch rund 30,5% die angaben, die Pandemie habe sie in Sachen Digitalisierung eher ausgebremst. 

Corona gar Digitalisierungsbremse?

Zusammen mit den 22,7% die gar keinen Einfluss ausmachen konnten, steht also die Mehrheit der KMUs der Aussage, die Pandemie würde die Digitalisierung beschleunigen, gegenüber. Ebenso legte man in der Studie den Fokus auf staatliche Hilfsprogramme für die Digitalisierung. Diese seien für viele Unternehmen von zentraler Bedeutung. 

Staatliche Hilfsprogramme entscheidend

In Deutschland gaben rund 25% der Befragten an, man sei grundsätzlich zufrieden mit den vorhandenen Hilfsmitteln seitens der Politik. 45% halten die Hilfspakete jedoch auch noch für ausbaufähig. Weitere 25% gaben an, keinerlei Hilfen seitens des Staates zu bekommen bzw. diese in Anspruch zu nehmen. 

Stellschrauben für den Digitalisierungserfolg

Die Corona-Pandemie habe Deutschland bislang weniger hart getroffen als andere Staaten in Europa. Auch seien hier die bereits existierenden Angebote seitens des Staates vergleichsweise gut. 

Gleichsam sehen die Autoren der Studie darin auch die große Möglichkeit die eigene Wirtschaft langfristig zu stären. Mehr Hilfsprogramme für die Digitalisierung von KMUs sorgen demnach dafür, dass Unternehmen am Markt bestehen können.

7 April 2021

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