Lieferant des Monats
Multicloud im Mittelstand: Nichts für Anfänger?

Multicloud im Mittelstand: Nichts für Anfänger?

Immer mehr Unternehmen kombinieren technologische Plattformen und Applikationen unterschiedlicher Cloud-Anbieter miteinander.

Immer mehr Unternehmen kombinieren technologische Plattformen und Applikationen unterschiedlicher Cloud-Anbieter miteinander. Aber lohnt sich die so genannte Multicloud auch für den Mittelständler, der beispielsweise seine ERP-Umgebung mit zusätzlichen Ressourcen aus der IT-Wolke kombinieren möchte? Klare Antwort: Es kommt darauf an.

Inhaltsverzeichnis

Die Multicloud liegt im Trend. Nach dem Report „Status quo und Entwicklungen auf dem deutschen Cloud-Markt“, für den Techconsult im Auftrag von Plusserver 202 Unternehmen verschiedener Branchen und Größe befragt hat, nutzt ein Viertel der befragten Unternehmen bereits eine Multicloud-Architektur oder plant deren Einsatz in den nächsten zwölf Monaten. Aktuell setzt vor allem der Handel auf die Kombination verschiedener Clouds (36 Prozent). In Dienstleistungs- und Industrieunternehmen liegt der Einsatz von Multiclouds aktuell erst bei 23 bzw. 21 Prozent. Allerdings mit steigender Tendenz: Nach Einschätzung der Studienteilnehmer wird der Multicloud-Anteil in Unternehmen in den kommenden 24 Monaten „eher stark“ (56 Prozent) bis „sehr stark“ (16 Prozent) zunehmen.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Firmen nutzen und bezahlen einzelne Funktionen und Anwendungen, IT-Kapazitäten oder Speicherplatz je nach Bedarf und vermeiden damit einen Vendor Lock-in. Erhöht ein Cloud-Provider seine Preise oder streicht Services aus seinem Portfolio, ist im Idealfall problemlos ein Wechsel zu einem anderen Anbieter, beziehungsweise in eine andere Cloud möglich. Unternehmen, die international tätig sind, haben zudem die Möglichkeit, gezielt auf Anbieter zu setzen, die in der jeweiligen Region besonders stark vertreten sind.

Motive für die Multicloud

Auch Mittelständler setzen zunehmend auf die Kombination mehrerer Plattformen. Aus ganz unterschiedlichen Motiven. In den meisten Fällen geht es um eine Ergänzung des bestehenden ERP-Systems, um zusätzliche Software-Services aus der IT-Wolke. Ob Dokumentenmanagement, Customer Relationship Management (CRM), digitaler Rechnungseingang oder kleinere KI-Anwendungen – in einigen Bereichen bietet der Markt inzwischen zahlreiche Applikationen, die über die Funktionalitäten einer klassischen ERP-Lösung hinausgehen. Unternehmen können diese im Sinne einer Best-of-Breed-Strategie um einzelne Anwendungen spezialisierter Anbieter aus anderen Clouds ergänzen. Voraussetzung dafür: Das ERP-System bietet – wie die GUS-OS Suite – die Möglichkeit, Services externer Provider über offene Schnittstellen (REST-API) problemlos zu integrieren und über sichere Verbindungen (z.B. über den GUS-OS Digital Hub Service) anzubinden.

Ein weiteres Motiv für einen Multicloud-Ansatz ist die Datensicherheit. Erst kürzlich brannte in Straßburg das größte Datacenter Europas völlig aus. Mit dramatischen Folgen: Rund 3,6 Millionen Websites waren danach zeitweise offline.
Natürlich passieren solche Unfälle nur selten. Trotzdem sind sie nie ganz auszuschließen – weder für große Unternehmen noch für KMU. Auch Mittelständler wappnen sich daher immer häufiger für den Ernstfall und sorgen für entsprechende Back-Up-Systeme in der Cloud oder in unterschiedlichen Clouds.

Nicht unerheblich ist auch der Standort des Cloud-Rechenzentrums: Bei besonders sensiblen Anwendungen und Daten sollten Unternehmen mit Anbietern zusammenarbeiten, deren Rechenzentren in Deutschland stehen. Denn damit unterliegt automatisch auch der gesamte Datenverkehr den strengen deutschen Datenschutzgesetzen.

Herausforderung Cloud-Management

So überzeugend die Vorteile einer Multicloud-Strategie auch sind – in der Praxis wird ein solches Konstrukt schnell komplex. Diese Einschätzung teilen auch die Befragten der oben genannten Studie: Rund 44 Prozent sehen vor allem die Sicherheit des Datenaustausches zwischen unterschiedlichen Cloud-Diensten und -Plattformen sowie einen hohen Managementaufwand als große bis sehr große Herausforderung an. Dicht gefolgt vom Verwaltungsaufwand. Zu Recht. Denn in einer Multicloud-Welt müssen sich die IT-Abteilungen zusätzlich zum Tagesgeschäft mit den unterschiedlichen Preismodellen, Sicherheits- und Compliance-Policies sowie Service Level Agreements diverser Provider auseinandersetzen. Dazu kommt, dass die Anbieter unterschiedliche Tools zur Verwaltung ihrer Cloud-Dienste nutzen. Und zu guter Letzt müssen die unterschiedlichen Clouds über passende APIs verbunden und gesichert werden.

Ohne externe Unterstützung sind diese Aufgaben für einen Mittelständler oft nur schwer zu stemmen. Es kann daher hilfreich sein, einen Managed Cloud Service Provider hinzuzuziehen. Dieser unterstützt dabei, Workloads, Services und Leistungs-übergabepunkte zu definieren, Standardabläufe und KPIs festzulegen sowie Service Level Agreements auszuhandeln. Auch Sicherheitsaspekte, wie die Lastverteilung und der ausfallsichere Betrieb der Anwendungen sind bei einem Multicloud-System zu berücksichtigen. Wichtig bei der Auswahl des Partners: Er sollte plattformunabhängig beraten und unterstützen, um einen Vendor-Lock-in zu vermeiden.

In kleinen Schritten in die Multicloud

Ihnen ist das alles eine Nummer zu groß? Dann fangen Sie klein an. Nicht jeder braucht gleich ein allumfassendes Multicloud-System. Oft reicht es im ersten Schritt, das bestehende ERP-System um weitere Services zu erweitern und gegebenenfalls ein Backup-System aus der Cloud zu nutzen oder das bestehende ERP-System in der Cloud zu betreiben. An dieser Stelle bietet die GUS Group wertvolle Unterstützung. Mit unserem eigenen Cloud-Rechenzentrum helfen wir Ihnen dabei, bestimmte Leistungen, Infrastrukturbereiche sowie ihr GUS-OS System in die Cloud zu verlegen und sorgen gleichzeitig für deren saubere und sichere Integration. Sprechen Sie uns gerne an!

Multicloud für den Mittelstand?

Was spricht für Multicloud?

  • Bezug von IT-Kapazitäten, Applikationen oder Speicherplatz nach Bedarf
  • Keine Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter (Vendor Lock-in)
  • Hohe Flexibilität: Jederzeit Wechsel zu einem anderen Anbieter möglich
  • Abfedern von unerwünschten Preisschwankungen
  • Best-of-Breed: Für jede Anforderung die beste Lösung
  • Mehr Sicherheit durch verteilte Services und Server

Was spricht gegen Multicloud?

  • Großer Management- und Verwaltungsaufwand
  • Anspruchsvolles Kostenmanagement
  • Hohe Komplexität bei Datensicherheit, Datenschutz und Compliance
  • Meistens externe Unterstützung notwendig

Kurz erklärt

Multicloud

Eine Multicloud besteht grundsätzlich aus mehr als einer Cloud-Implementierung. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um reine Software-Anwendungen (Software-as-a-Service, SaaS), auf die Unternehmen via Webbrowser oder über eine API zugreifen. Neben den reinen Applikationen lassen sich auch Infrastruktur-Komponenten, wie Speicherplatz oder Rechenkapazitäten aus der Cloud beziehen (Infrastructure-as-a-Service, IaaS). Darüber hinaus nutzen einige Unternehmen auch Entwicklungsplattformen aus der Cloud (Platform-as-a-Service, PaaS), um dort selbst Anwendungen zu entwickeln, zu verwalten und zu hosten.

Hybride Cloud

Im Gegensatz zur Multicloud handelt es sich bei der hybriden Cloud um ein Konstrukt, bei dem private Cloud-Lösungen oder eine On-Premise-Infrastruktur mit Services aus einer Public Cloud kombiniert werden.

Starten Sie Ihre ERP-Auswahl

Finden Sie das richtige ERP-System für Ihr Unternehmen

In welcher Branche sind Sie tätig?

Warum dies bei der ERP-Auswahl wichtig ist: Bei der Auswahl ist es wichtig, Ihre Branche zu berücksichtigen. Ein ERP-System muss perfekt zu Ihren Geschäftsprozessen passen. Diese Prozesse sind je nach Branche unterschiedlich. So arbeitet beispielsweise ein Großhändler anders als ein Bauunternehmen und benötigt daher unterschiedliche ERP-Funktionalitäten.

Wie sind Ihre Fertigungsaufträge geplant?

In welchen Fertigungsmengen produzieren Sie?

Auf welche Art von Bauaktivitäten sind Sie spezialisiert?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 1 von 2)

Arbeitet Ihr Unternehmen auf Projektbasis?
Arbeiten Sie oft mit verschiedenen Parteien zusammen?
Verwaltet Ihr Unternehmen Immobilien?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 2 von 2)

Führen Sie viele Wartungsarbeiten durch?
Möchten Sie auch Betriebsmittel planen können?
Möchten Sie die Arbeitszeiten Ihrer Mitarbeiter erfassen?

Was für ein Einzelhändler sind Sie?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Wie viele physische Verkaufsstellen haben Sie?
An welche Art von Kunden liefern Sie?
Importieren Sie Artikel?
Exportieren Sie auch Artikel?

Welche Art von Dienstleister sind Sie?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Ist Ihnen die Zeiterfassung wichtig?
Arbeiten Sie nach Stundensatz und/oder Festpreis?
Ist HRM ein wichtiger Teil Ihres Unternehmens?
Arbeitet Ihr Unternehmen auf Projektbasis?
Liefern Sie in der Regel an Unternehmen oder Verbraucher?

Welche Art von Ausbildung bieten Sie an?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 1 von 2)

Sind Ihre Kunden Mitglied bei Ihnen?
Möchten Sie das System auch für die Registrierung von Kursteilnehmern nutzen?
Möchten Sie das System auch für HRM nutzen?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 2 von 2)

Geben Sie auch Fernunterricht?
Arbeiten Sie mit Stundenplänen und Standortplanung?
Muss das ERP-System mit anderen Paketen verknüpft werden?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Ist Ihnen die Zeiterfassung wichtig?
Arbeiten Sie nach Stundensatz und/oder Festpreis?
Ist HRM ein wichtiger Teil Ihres Unternehmens?
Arbeitet Ihr Unternehmen auf Projektbasis?
Liefern Sie in der Regel an Unternehmen oder Verbraucher?

Auf welche Art von Pflege sind Sie spezialisiert?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Möchten Sie das ERP-System auch für die Kundenregistrierung nutzen?
Bietet Ihr Unternehmen Übernachtungen an?
Muss das ERP-System mit anderen Paketen verknüpft werden?
Nämlich:
Bieten Sie Pflege vor Ort an?

Auf welche Art von Gewerbe sind Sie spezialisiert?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Haben Sie einen Webshop, der integriert werden muss?
Wie viele physische Filialen mit Point-of-Sale haben Sie?
Importieren Sie auch Waren?
Exportieren Sie auch Waren?
An welche Art von Kunden liefern Sie?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Ist Ihnen die Zeiterfassung wichtig?
Arbeiten Sie nach Stundensatz und/oder Festpreis?
Ist HRM ein wichtiger Teil Ihres Unternehmens?
Arbeitet Ihr Unternehmen auf Projektbasis?
Liefern Sie in der Regel an Unternehmen oder Verbraucher?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 1 von 2)

Möchten Sie, dass das ERP-System für das IoT (Internet der Dinge) gerüstet ist?
Möchten Sie eine Verknüpfung mit wichtigen Lieferanten wie der Technische Unie und Rexel?
Führen Sie auch Wartungsarbeiten durch?
Müssen Arbeitsaufträge mobil eingegeben werden?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 2 von 2)

Sollte das System offline konsultiert werden können?
Möchten Sie Maschinen aus der Ferne überwachen?
Arbeiten Sie auch auf Projektbasis?
Müssen Sie Kältemittel registrieren?

Welche Art von Versorgungsunternehmen haben Sie?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Arbeitet Ihre Organisation auf Projektbasis?
Arbeiten Sie mit vielen verschiedenen Akteuren zusammen?
Verwaltet Ihre Organisation Immobilien?
Führen Sie viele Wartung durch?
Brauchen Sie eine Zeiterfassung für Ihre Mitarbeiter?

Öffentlicher Sektor und NGOs

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Arbeiten Sie auf Projektbasis?
Wünschen Sie eine Mitgliederverwaltung?
Muss das ERP-System mit anderen Paketen verknüpft werden?
Nämlich:
Muss das ERP-System mobil verfügbar sein?

Welche Art von Logistikdienstleistungen bieten Sie an?

Organisieren Sie die Ladungen wie folgt?

Sammelgut/Teilladungen (LTL)
Sammelgut/Teilladungen, die in einem Zentrum für mehrere Auftraggeber gebündelt werden
FTL
Komplettladungen für mehrere Auftraggeber
Dedicated Logistics
Transport für einen Auftraggeber

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Haben Sie einen eigenen Fuhrpark?
Müssen Waren gekühlt transportiert werden?
Importieren Sie Artikel?
Exportieren Sie auch Artikel?

Welche Art der Produktion betreibt Ihr Unternehmen?

Auf welche Art von Fertigung sind Sie spezialisiert?

Wie sind Ihre Fertigungsaufträge geplant?

In welchen Fertigungsmengen produzieren Sie?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Führen Sie regelmäßige Wartungsarbeiten durch?
Arbeiten Sie mit Service Level Agreements?
Soll das ERP-System mit anderen Programmen verknüpft werden können?
Arbeiten Sie auf Projektbasis?
Möchten Sie Stunden im System erfassen?

Geben Sie die Anzahl der Mitarbeiter und Benutzer ein

Mitarbeiter
Benutzer (fakultativ)

Fragen zu Ihrer Organisation

Hat Ihr Unternehmen mehrere Niederlassungen?
Wie viele Lagerhäuser haben Sie?
Arbeiten Sie mit mehreren Währungen?
Sind Sie international tätig?
Hat die Hauptverwaltung ihren Sitz in Deutschland?
ERP-Anbieter suchen...
Systeme gefunden

Füllen Sie das Formular aus und erhalten Sie unverbindlich Informationen über die 7 am besten geeigneten Anbietern.

Ihre Anfrage ist erfolgreich bei uns eingegangen

  • Auf der Grundlage der von Ihnen gelieferten Informationen geht unser Berater unverbindlich an die Arbeit
  • Unser Berater trifft eine Auswahl unter den ERP-Anbietern, die am besten zu Ihrem Unternehmen passen.
  • Sie erhalten eine kostenlose Auswahlliste mit Informationen über die 7 geeignetsten Anbietern
  • Im Falle von Fragen oder Unklarheiten meldet sich unser Berater möglicherweise bei Ihnen
Longlist anzeigen
Auswahl neu starten
Lieferant des Monats

ERP und Resilienz für Pharma und Chemie

Worauf es in Zukunft in der Pharma- und Chemieindustrie in Sachen Resilienz ankommt, zeigt die GUS Deutschland GmbH in diesem Artikel.

Lesen Sie weiter
Lieferant des Monats

Cloud, On-Premise oder Hybrid?

Die GUS Group zeigt die Unterschiede zwischen Cloud, On-Premises und Hybrid auf und worauf es in Zukunft ankommt.

Lesen Sie weiter