Vertrauensinfrastrukturen in der Industrie 4.0

Vertrauensinfrastrukturen in der Industrie 4.0

Wie lassen sich digitale und automatisierte Geschäftsbeziehungen entlang der Supply Chain zwischen zwei oder mehreren Unternehmen sicher gestalten?

Dieser Frage geht man in einem neuem Diskussionspapier vom 31.03.2021 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) nun genauer nach. Unter dem Titel „Vertrauensinfrastrukturen im Kontext von Industrie 4.0 – Anforderungen und Lösungsbausteine“ ist dieses Papier nun gratis zum Download auf der Seites des BMWi verfügbar. 

Schaffung von übergreifenden Infrastrukturen 

Ziel dieses Diskussionspapieres soll es sein, eine Vertrauensinfrastruktur zu beschreiben, die eine Identifikation und eine Authentifikation in Wertschöpfungsnetzwerken im Zuge der Industrie 4.0 zwischen mehreren unternehmensübergreifenden Akteuren ermöglicht. Es solle darum gehen, die Nutzung von Sicheren Digitalen Identitären zu beschreiben.

Einrichtung von Vertrauensräumen 

Eine solche unternehmensübergreifende Vertrauensinfrastruktur bedinge die Einrichtung von gemeinsamen Vertrauensräumen. Diese stellen einen virtuellen, digitalen Raum dar, indem sich die Industrie 4.0-Teilnehmer auf gemeinsame Vertrauensanforderungen geeinigt haben. Genau darum gehe es bei der Digitalisierung entlang von Versorgungsketten.

Wissen was zugeliefert wird 

Man müsse vertrauensvolle Lieferbeziehungen etablieren, bei denen jedes Unternehmen eine Insel darstelle, in der Maßnahmen innerhalb des eigenen Unternehmens zur Vertrauensbildung in die eigenen Produkte getroffen werden. Es sei jedoch entscheidend zu wissen, ob die zugelieferten Produkte innerhalb der eigenen Versorgungskette die vertraglich vereinbarte Qualität aufweisen würden. 

Transparenz zwischen Akteuren entscheidend 

Hierfür sei die Transparenz über die gegenseitigen Anforderungen elementar. Daher müssten diese Inseln zu „Vertrauensräumen“ zusammenwachsen. 

„In einem Vertrauensraum müssen potenzielle Geschäftspartner ihre Erwartungen und Fähigkeiten verständlich beschreiben und austauschen können. Dabei ist es essenziell, dass die Unternehmen dem Ursprung und der Unveränderbarkeit von Erwartungen und Nachweisen über Fähigkeiten vertrauen können.“  (vgl. ebd.)

Grundlage für sichere digitale Identitäten

So könnten künftig Industrie 4.0 – Wertschöpfungsnetzwerke auf solchen Vertrauensräumen basieren. Eine Vertrauensinfrastruktur schaffe dabei die Grundlage für die Nutzung sicherer digitaler Identitäten in unternehmensübergreifenden Kontexten. Man habe in diesen Vertrauensräumen die Möglichkeit IACs und SCCs, die gemeinsame Anforderungen erfüllen, auszutauschen.

Rechtssichere Vertrauensräume schaffen 

Im Zuge der Industrie 4.0 könne man dabei auch auf bestehende Verordnungen, wie die eIDAS-Verordnung als regulative Basis zurückgreifen. Diese ermögliche die Schaffung eines solchen Vertrauensraumes auf hohem technischen und organisatorischen Anforderungsniveaus und biete gleichsam eine starke rechtliche Grundlage. 

26 April 2021

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