Vertrauen in die Cloud

Vertrauen in die Cloud

Stetig kommen neue spannende Technologien für die Optimierung von Prozessen in Unternehmen auf den Markt. Doch das Vertrauen muss erst gewonnen werden.

Ob Cloud, KI, Big Data, Blockchain oder maschinelles Lernen, zurzeit sind die Innovationsschritte im Bereich der Unternehmensanwendungen riesig. Einige dieser Technologien versprechen direkten Mehrwert, andere sind wohl noch in der Entwicklung und werden in Zukunft eine übergeordnete Rolle spielen. Doch sind Unternehmen zu meist keine Versuchslabore in denen man eine neue Technologie ganz einfach testen kann, gerade dann, wenn diese verspricht alle Bereiche eines Unternehmens abdecken zu können.

Schon die Einführung einer einheitlichen Unternehmenssoftware ist ein langwieriger und ressourcenfressender Prozess. Da will man verständlicherweise keine Risiken eingehen und wartet lieber erstmal ab, wohin sich solche Innovationen entwickeln. Dabei muss man jedoch auch immer abwägen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, auf einen Zug aufzuspringen, damit man diesen am Ende nicht gar verpasst. Wie kann also Vertrauen in neue Technologien aufgebaut werden und wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, sich mit diesen auseinanderzusetzten?

Schlechtes Image durch einseitige Berichte

Es sind Meldungen von Pannen, Fehlfunktionen oder Hackerangriffen, die potentielle Anwender von den Technologien fernhalten. Die von Amazon eingesetzte KI im Bereich des Bewerbungsmanagement beispielsweise, basierte auf den eigenen Unternehmensdaten und diskriminierte relativ schnell weibliche Bewerberinnen, ganzeinfach weil zuvor meist männliche Kollegen eingestellt worden waren. Man darf dabei nicht außer Acht lassen, dass man eher von diesen Fehlschlägen hört, als dass man etwas von erfolgreichen Anwendungsbeispielen mitbekommt, was das Bild oft verzehrt.

Selbst ERP-Systeme hatten dieses Problem lange Zeit. Daraus wurde jedoch gelernt und dieser Fehler wir Amazon sicher nicht nochmal passieren. Ein Unternehmen von der Größe wie Amazon kann solche Rückschläge sicher leichter verkraften wie ein Unternehmen des Mittelstandes. Daher warten diese zumeist eher ab, bis Technologien so funktionieren wie sie sollten. 

Cloud-Services durchaus sicher

Widmen wir uns an dieser Stelle jedoch einmal dem Cloud-Computering und den vorherrschenden Bedenken. Die Cloud ist gegenwärtiger und mittlerweile ausgereifter als KI-Anwendungen, die in vielen Bereichen erst in den Kinderschuhen stecken. Viele Anbieter haben über die Jahre gerade in puncto Sicherheit und Funktionalität einiges vorangetrieben, sodass viele Unternehmen bereist ihre Daten in einer dieser Clouds speichern. Doch längst nicht so viele, wie man annehmen könnte.

Laut Dr. Martin Wunderli, CTO bei der Trivadis AG steige das Vertrauen von Unternehmern in die Cloud langsam und stetig, jedoch nicht in dem Maße, wie Cloud-Services eine unabdingbare Notwendigkeit für Unternehmen werden. (vgl. Lea Sommerhäuser vom 03.05.2019 auf it-zoom.de) Viele Unternehmen sehen mittlerweile jedoch mehr Vor- als Nachteile in den Services und nutzen dieses nach und nach. Es gebe nur noch wenige Unternehmen, die komplett auf Cloud-Anwendungen verzichten. Zumindest einige kleine Bereiche werden oft über webbasierte Lösungen ersetzt. (vgl. ebd.) 

Risiken der Cloud abschätzen

Ganzheitliche ERP-Systeme, die vollständig in der Cloud implementiert werden sind hingegen seltener, wenngleich auch hier die Vorteile den Nachteilen bei weitem überlegen sind. Zumeist sind es Sicherheitsbedenken, die Unternehmen von der Cloud fernhalten. Dabei sind viele Cloud-Plattformen heutzutage deutlich sicherer als ein Unternehmen die Sicherheit der Daten auf den eigenen Servern oftmals gewährleisten kann. Wichtig bei einem Übergang in die Cloud ist es sicher die Risiken abzuschätzen und sich diesen bewusst zu machen. Dadurch werden diese absehbar und können minimiert werden. Mit einem richtigen Partner an der Seite können Unternehmen die Chancen der Cloud optimal nutzen und am Ende davon profitieren. 

30 Juli 2019

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