Was ist Industrieautomation?

Immer mehr Unternehmen automatisieren Ihre industriellen Prozesse. Welche Hürden dabei entstehen und wie auch Sie von Automationen profitieren, lesen Sie hier.

Die industrielle Automatisierung ist kein gänzlich neues Konzept der Digitalisierungsbewegung. Vielmehr beschäftigten sich bereits die alten Griechen mit der automatisierten Arbeit. Seit der Renaissance wurden stetig neue Techniken und Apparaturen entwickelt, die die menschliche Arbeit entlasten sollten. Spätestens seit der industriellen Revolution bewegt Unternehmen die Frage, wie Automation zu einer effizienteren Arbeitsweise beitragen kann. 

Die Computertechnologie führt die industrielle Automation dann auf ein ganz neues Level mit Industrierobotern und künstlichen Intelligenzen. Welche Aufgabe das ERP-System in der modernen Industrieautomation übernimmt, soll nun Gegenstand dieses Artikels sein. Erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl einer ERP-Software für die Produktion achten müssen und welche Funktionen speziell die industrielle Automatisierung unterstützen. 

Inhaltsverzeichnis

Was ist Industrieautomation?

Die Automatisierung beschreibt im Grundsatz das Konzept, dass Systeme durch autonomes Handeln spezifische Ziele erreichen. Dabei soll menschliches Zutun möglichst minimiert bzw. ausgeschlossen und durch technische Systeme ersetzt werden. Automatisierungssysteme sind damit in der Lage dazu, wiederkehrende Probleme bzw. Aufgaben eigenständig zu lösen. 

Im Gegensatz zur Mechanisierung, bei der Maschinen zur Verrichtung schwerer Arbeiten vom Menschen gesteuert werden, wird bei der Automatisierung auch der Prozessablauf selbst von Maschinen gesteuert. Der Mensch übernimmt hier lediglich noch überwachende Funktionen und für die nicht-automatisierten Prozessschritte aus. 

Im Zuge der industriellen Revolution kam vor Allem der Automatisierung eine immer zentralere Bedeutung zu. Die Nutzung der Dampfmaschine in der ersten Phase der industriellen Revolution, gefolgt vom Einsatz der Elektrizität in der zweiten Phase und des Mikrochips in der dritten, der digitalen Revolution ebneten den Weg für die gegenwärtige vierte Phase – auch bekannt als Industrie 4.0.

Hierbei kommen Informations- und Kommunikationstechnologien in der Industrie, das Internet der Dinge und künstliche Intelligenzen zum Tragen. Produktionsanlagen liefern Daten über Netzwerke an das ERP-System und können von hieraus überwacht, gesteuert und gewartet werden. In heutigen Industrieunternehmen werden Güter größtenteils vollständig von Maschinen hergestellt. 

Die Aufgaben für die Mitarbeiter verlagern sich zunehmend von der Produktion auf administrative Bereiche, auf die Planung sowie die Überwachung der Produktion und die Wartung der Maschinen. Maschinen können insbesondere einfachere wiederkehrende Tätigkeiten im Produktionsprozess meist deutlich schneller und effizienter umsetzen, als Menschen. 

ERP-Software und industrielle Automatisierung 

In der Industrie 4.0 spielt die Automatisierung mit Hilfenahme moderner Technologien wie dem Internet der Dinge und künstlichen Intelligenzen eine besondere Rolle. Die Prozesse werden fortan nicht mehr manuell überwacht, sondern von smarten Technologien ausgewertet und stetig verbessert. Dazu werden die Daten der intelligenten Maschinen in die ERP-Software überführt und hier verarbeitet. 

Von hieraus lassen sich die Daten dann auswerten und liefern wichtige Erkenntnisse über den Stand der Produktion. Daraus lassen sich dann künftige Bedarfe, anstehende Wartungen oder auch Verbesserungen in der Produktion ableiten. Ohne eine entsprechende ERP-Software fehlt die Basis zur Nutzung der Daten und somit zur stetigen Optimierung und Effizienzsteigerung der eigenen Produktion. 

Wichtig bei der Auswahl der ERP-Software ist es daher, dass diese in der Lage dazu ist, die Daten aus den Maschinen zu verarbeiten und über alle notwendigen Schnittstellen verfügt. Nur wenn die jeweilige ERP-Software zur eigenen Produktion passt, können die Potentiale der industriellen Automation vollständig ausgeschöpft werden. 

Vorteile der Industrieautomation 

Werfen wir einen Blick auf die wesentlichen Vorteile, die ein hoher Grad an Automatisierung in der Industrie mit sich bringt. Die Rolle des Menschen in der Industrieautomation ändert sich dabei zunehmend. Dieser übergibt zunehmend produzierende Aufgaben an die Maschinen und konzentriert sich mehrheitlich auf die übergeordnete Steuerung und Kontrolle aller Prozesse. Dies bringt einige Vorteile mit sich. 

So kann beispielsweise die Qualität der Kennzeichnung deutlich verbessert werden. Zudem wird die Kennzeichnungsqualität durchweg konstant gehalten, wenn Maschinen die Produktionserzeugnisse verarbeiten und kennzeichnen. 

Auch die Produktionsleistung insgesamt lässt sich durch den Einsatz von Maschinen deutlich erhöhen. Produkte lassen sich deutlich schneller herstellen und kennzeichnen und das auch bei einem hohen Individualisierungsgrad. 

Zudem kann die Fehlerquote in der Produktion deutlich gesenkt werden. Technologien der Industrieautomation produzieren in gleichbleibender Qualität und sind nicht abhängig von Tagesformen oder Fertigkeiten menschlicher Arbeitskraft. Fehler durch Unachtsamkeiten werden ausgeschlossen. 

Auch Produktionsausfälle lassen sich deutlich reduzieren. Krankheitswellen betreffen Menschen, jedoch nicht Maschinen. Nicht zu Letzt können auch die Personalkosten in der Produktion deutlich gesenkt und Mitarbeiter von monotonen Aufgaben befreit werden. 

Funktionen einer ERP-Software für die Industrieautomation

Die Verbindung von ERP-Systemen und Produktionsanlagen ist für moderne Industriebetriebe unerlässlich. Die Maschinen liefern wichtige Daten, die in der ERP-Software verarbeitet werden können und so zur stetigen Verbesserung der Prozessabläufe beitragen. Werfen wir einen Blick auf ein paar der wichtigsten Funktionen der Industrieautomation in Verbindung mit dem ERP und klären deren konkreten Nutzen in der Praxis. 

Predictive Maintenance

Die vorausschauende Wartung von Maschinen und Anlagen basiert auf den Daten, die von den Produktionsanlagen an das ERP-System überführt werden. Durch die Echtzeit-Verarbeitung dieser Daten werden Prognosen angestellt, die die Basis für eine bedarfsgerechte Wartung und Instandhaltung der Anlagen darstellen. Ziel ist es, die Ausfallzeiten der Maschinen durch die smarte Wartung zu verringern. 

Die Sensordaten der Maschinen werden stetig überwacht und der perfekte Wartungstermin errechnet. Dabei wird darauf geachtet, dass die Maschinen möglichst vor dem Ausfall und dem kompletten Verschleiß von Teilen gewartet werden. Gleichzeitig sollen Verschleißteile, die noch in Ordnung sind, nicht willkürlich ausgetauscht werden. Das spart letztlich Zeit und vor allem Kosten ein. 

Machine Learning

Beim maschinellen Lernen liefern die Maschinen Daten, die dann von Algorithmen hinsichtlich Muster und Gesetzmäßigkeiten untersucht und ausgewertet werden. Diese Auswertungen dienen der Optimierung der Prozesse. Dabei wird künstliches Wissen aus Erfahrung generiert und verallgemeinert. So soll über lange Sicht festgestellt werden, welche Prozesse sich an welcher Stelle noch effizienter gestalten lassen. 

Process Mining

Auch das Process Mining hat zum Ziel die vorhandenen Daten auszuwerten und die einzelnen Prozesse zu verbessern. Dabei werden speziell alle Abläufe im Produktionsprozess, bzw. auch allen anderen Bereichen herangezogen und analysiert. Dazu werden alle Log-Daten eines Systems zur Visualisierung der Ist-Abläufe ausgewertet. Diese werden dann mit den Soll-Prozessen abgeglichen. Bestehende Diskrepanzen werden so direkt aufgedeckt und können dann vermieden werden. 

Digital Twin

Mit einem digitalen Zwilling der gesamten Produktionsline eines Unternehmens lassen sich neue Aufträge simulieren und vorab durchspielen, ohne dabei die eigentliche Produktion zu stören. So kann genau evaluiert werden, welche Kapazitäten für den Auftrag wann zur Verfügung stehen und wie lange die Fertigung unter welchen Kriterien voraussichtlich dauern wird. An Hand dieser digitalen Simulation kann dann ein konkretes Angebot erstellt werden, welches auf verlässlichen Daten beruht.

Fazit: Industrieautomation mit dem ERP-System 

Die Automatisierung der Industrie schreitet immer weiter voran und bringt immer neue technologische Möglichkeiten hervor, die die Produktion noch effizienter gestalten. Um von diesen Technologien profitieren zu können, bedarf es einer soliden Software, die in der Lage dazu ist, die Daten zu verarbeiten. 

Mit dem passenden ERP-System für die Produktion und den entsprechenden Schnittstellen lassen sich die eigenen Prozesse stetig verbessern und auf ein neues Level heben. Starten Sie noch heute Ihre Suche und nutzen Sie unser kostenloses Vergleichstool. Mit diesem können Sie eine Vielzahl verschiedener ERP-Systeme am Markt direkt miteinander vergleichen und finden so schnell Ihr ERP-Paket samt passenden Anbieter. 

Kategorie: Automatisierung

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