ERP-Einführung während Corona-Lockdown?

ERP-Einführung während Corona-Lockdown?

Kurz vor dem Lockdown entschied sich das Schweizer Unternehmen SkyCell für eine neue ERP-Software. Die Implementierung erfolgte trotzdem – aus der Ferne.

Das Schweizer Unternehmen SkyCell ist auf den Lufttransport von pharmazeutischen Produkten spezialisiert. Hierfür produziert SkyCell spezielle Container für den Lufttransport. Diese müssen besondere Anforderungen erfüllen. Temperaturregulierung, Schutzvor Feuchtigkeit und auch Schutz vor Erschütterungen. 

Besondere Anforderungen an eine ERP-Software

Ebenso ist der Transport von pharmazeutischen Mitteln mit strengen gesetzlichen Vorgaben gleich mehrerer Parteien verbunden. Insbesondere die Nachverfolgbarkeit spielt daher eine große Rolle. All dies galt es mit einer passenden ERP-Software abzudecken. 

Man wolle auch die Produktion in Zukunft weiter ausbauen und benötige daher ein modernes und stabiles System, gab ERP-Projektleiter bei SkyCell Dieter Leyendecker an. (vgl. it-production.com vom 02.02.2021)

Herausforderungen in der Zukunft

Nicht nur die Produktion solle in Zukunft gesteigert werden, sondern auch die Art und Weise wie diese technisch unterstützt wird soll sich ändern. So wolle man mittelfristig auf moderne Robotertechnik setzen: 

„Wir wollten einen ERP-Anbieter, der auf Fertigungsprozesse spezialisiert ist, Erfahrungen aus einer hochroboterisierten Branche mitbringt und gute Lösungen für die Rückverfolgbarkeit bietet“ - Dieter Leyendecker, ERP-Projektleiter SkyCell

Einführung aus der Ferne 

Die Wahl fiel letztlich auf den Berliner ERP-Anbieter PSI Automotive & Industry. Als man dann zur eigentlichen Einführung übergehen wollte, breitete sich das Corona-Virus in der gesamten Welt rasant aus und erste Lockdowns in Deutschland und der Schweiz wurden angesetzt. Anstatt das gesamte Projekt auf Eis zu legen, entschied man sich jedoch für einen anderen Weg. 

Digitale Workshops anstatt Face-to-Face-Schulungen 

Man setzte auf eine komplette Remote-Einführung. Das bedeutete digitale Workshops und viel Eigeninitiative auf beiden Seiten. 

„Workshops direkt aufnehmen und später in passgenaue Schulungsvideos selbst zusammenstellen zu können, ist ein wirklicher Vorteil. Vor allem hat die Remote-Einführung aber auch zu einer höheren Aufmerksamkeit der Teilnehmer geführt“ – ebd.

Dabei sieht Leyendecker in dieser Form der Einführung gerade bei kleineren Projektteams sogar Vorteile. Hemmschwellen Fragen zu stellen seien längt nicht so hoch wie bei Face-to-Face-Schulungen. Auch die Akzeptanz sei so gestiegen. 

4 Februar 2021

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