Customizing ERP – Die Ausnahme wird zur Regel

Customizing ERP – Die Ausnahme wird zur Regel

Standardversionen von ERP-Systemen decken die wesentlichen Bereiche eines Unternehmens ab, doch für die meisten reicht das einfach nicht mehr aus.

Dass Unternehmen immer öfter nach individuellen Anpassungen in ihren ERP-Systemen verlangen, berichteten wir bereits vor einigen Wochen im Artikel „Customizing ERP – Individualismus vs. Standard“. Nun wollen wir uns der technischen Seite etwas tiefergehend widmen und den Fragen nachgehen, was Unternehmen und auf welche Weise eigentlich anpassen und welchen Sinn die verschiedenen Formen von Anpassungen für die einzelnen Unternehmen ergeben können. Zudem soll die Frage geklärt werden, worauf zu achten ist, wenn man heute ein ERP-System implementiert.

Wettbewerb erzwingt stetige Optimierung

Um am Markt langfristig bestehen zu können, ist es für Unternehmen unablässig, sich stetig hinsichtlich der eigenen Arbeitsprozesse zu optimieren. ERP-Systeme bieten dabei hervorragende Möglichkeiten zur Unterstützung dieses Prozesses, mehr noch, sie machen viele Optimierungsvorgänge erst möglich. Doch Standardversionen von ERP-Systemen haben nun mal ihre Grenzen, wenngleich auch diese sich immer weiter ausdehnen. Dr. Ute Burghardi formulierte in einem Artikel auf EAS-MAG.de vom 16.07.2019 ganz treffend, bei der ERP-Einführung müssten selbstverständlich sämtliche Stammdaten eingelesen werden, das vorhandene Corporate Design implementiert und eine Lokalisierung sowie die Einbindung bereits bestehender Systeme vorgenommen werden, weshalb sich nicht die Frage stelle ob, sondern viel mehr in welchem Umfang eine Anpassung des neuen ERP-Systems vorgenommen werden müsse. 

Geschäftsprozesse dem ERP anpassen

Auch sollte ein ERP-System grundsätzlich ausreichend Flexibel sein, damit dieses sich nicht nur bestehender Geschäftsprozesse, sondern auch zukünftigen Herausforderungen anpassen könne. Bei aller Anpassung müsse man jedoch auch immer im Blick behalten, dass einige Prozesse sich auch am neuen ERP-System anpassen müssten und nicht umgekehrt. Dies setzt eine kritische Prüfung jener Arbeitsprozesse voraus und man müssen im Vorfeld evaluieren, was sich dadurch mit verändern würde. 

Anpassungen durch Parameter

Grundsätzlich gibt es verschiede Arten und Weisen, auf die Anpassungen des ERP-Systems an eine Unternehmensstruktur vorgenommen werden können. Bei der sogenannten Parametrisierung wird ein gewisser Grad an Parametern bereits zum ERP-System mitgeliefert. Fast jedes ERP-System bietet einen solchen „Spielraum“ in dem Anpassungen vorgenommen werden können, ohne dass der eigentliche Programmcode verändert werden muss. Dadurch bleibt das System updatefähig, was einen wesentlichen Vorteil dieser Vorgehensweise darstellt. Jedoch verfügt nicht jedes System über den gleichen Spielraum bzw. die gleichen Parameter, weshalb dies im Vorfeld unbedingt zu beachten ist. 

Add-ons implementieren

Eine weitere Methode umfasst die Installation von Add-ons. Hierbei werden über Schnittstellen weitere Tools ganzeinfach hinzugefügt, ohne das eigentliche ERP-System zu verändern. Auch hier ist der Vorteil, dass das ERP-System grundsätzlich releasefähig bleibt. Es gilt darauf zu achten, dass das jeweilige ERP-System eine Vielzahl verschiedener Add-ons an- bzw. einbinden kann. Reichen jedoch weder Parameter, noch Add-ons zur Abdeckung der Bedürfnisse eines Unternehmens, hilft nur noch die Anpassungsprogrammierung. 

Coding als letzte Instanz

Bei dieser Form der Anpassung wird der eigentliche Code eines ERP-Systems angepasst. Wesentlicher Vorteil hier ist sicherlich das hohe Maß an Flexibilität. Wird in Form von Anpassungsprogrammierung der Code verändert, heißt dies auch, dass sich das System am Ende nahtlos an die vorhandene Unternehmensstruktur anpasst und nicht umgekehrt. Allerdings ist dies auch die aufwändigste und am Ende kostspieligste Variante. Will man spätere Anpassungen und Updates vornehmen muss man erneut am Code direkt arbeiten. Updates durch den ERP-Anbieter sind dann nicht ohne weiteres möglich, was erneut einen hohen Kostenaufwand mit sich bringt. 

Mittlerweile sind Anpassung am ERP-System ehr die Regel, als die Ausnahme geworden. In welchem Maße ein Unternehmen Anpassungen vornehmen will, ist letztlich eine Frage des langfristigen Nutzens dieser, der Kosten und der zukünftigen Release-Fähigkeit. Man sollte also immer darauf achten, dass man sein ERP-System nicht „verbaut“ und so exklusiv gestaltet, dass spätere Anpassungen nicht mehr möglich sind. Jedoch werden solche Anpassungen immer mehr und mehr zum Wettbewerbsvorteil, weshalb man genau abwägen sollte, wann man in welchen Bereich in Anpassungen investiert und wie sich die Digitalisierung und Innovation in diesem zukünftig fortsetzen könnte. 

9 August 2019

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In welcher Branche sind Sie tätig?

Warum dies bei der ERP-Auswahl wichtig ist: Bei der Auswahl ist es wichtig, Ihre Branche zu berücksichtigen. Ein ERP-System muss perfekt zu Ihren Geschäftsprozessen passen. Diese Prozesse sind je nach Branche unterschiedlich. So arbeitet beispielsweise ein Großhändler anders als ein Bauunternehmen und benötigt daher unterschiedliche ERP-Funktionalitäten.

Wie sind Ihre Fertigungsaufträge geplant?

In welchen Fertigungsmengen produzieren Sie?

Auf welche Art von Bauaktivitäten sind Sie spezialisiert?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 1 von 2)

Arbeitet Ihr Unternehmen auf Projektbasis?
Arbeiten Sie oft mit verschiedenen Parteien zusammen?
Verwaltet Ihr Unternehmen Immobilien?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 2 von 2)

Führen Sie viele Wartungsarbeiten durch?
Möchten Sie auch Betriebsmittel planen können?
Möchten Sie die Arbeitszeiten Ihrer Mitarbeiter erfassen?

Was für ein Einzelhändler sind Sie?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Wie viele physische Verkaufsstellen haben Sie?
An welche Art von Kunden liefern Sie?
Importieren Sie Artikel?
Exportieren Sie auch Artikel?

Welche Art von Dienstleister sind Sie?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Ist Ihnen die Zeiterfassung wichtig?
Arbeiten Sie nach Stundensatz und/oder Festpreis?
Ist HRM ein wichtiger Teil Ihres Unternehmens?
Arbeitet Ihr Unternehmen auf Projektbasis?
Liefern Sie in der Regel an Unternehmen oder Verbraucher?

Welche Art von Ausbildung bieten Sie an?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 1 von 2)

Sind Ihre Kunden Mitglied bei Ihnen?
Möchten Sie das System auch für die Registrierung von Kursteilnehmern nutzen?
Möchten Sie das System auch für HRM nutzen?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 2 von 2)

Geben Sie auch Fernunterricht?
Arbeiten Sie mit Stundenplänen und Standortplanung?
Muss das ERP-System mit anderen Paketen verknüpft werden?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Ist Ihnen die Zeiterfassung wichtig?
Arbeiten Sie nach Stundensatz und/oder Festpreis?
Ist HRM ein wichtiger Teil Ihres Unternehmens?
Arbeitet Ihr Unternehmen auf Projektbasis?
Liefern Sie in der Regel an Unternehmen oder Verbraucher?

Auf welche Art von Pflege sind Sie spezialisiert?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Möchten Sie das ERP-System auch für die Kundenregistrierung nutzen?
Bietet Ihr Unternehmen Übernachtungen an?
Muss das ERP-System mit anderen Paketen verknüpft werden?
Nämlich:
Bieten Sie Pflege vor Ort an?

Auf welche Art von Gewerbe sind Sie spezialisiert?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Haben Sie einen Webshop, der integriert werden muss?
Wie viele physische Filialen mit Point-of-Sale haben Sie?
Importieren Sie auch Waren?
Exportieren Sie auch Waren?
An welche Art von Kunden liefern Sie?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Ist Ihnen die Zeiterfassung wichtig?
Arbeiten Sie nach Stundensatz und/oder Festpreis?
Ist HRM ein wichtiger Teil Ihres Unternehmens?
Arbeitet Ihr Unternehmen auf Projektbasis?
Liefern Sie in der Regel an Unternehmen oder Verbraucher?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 1 von 2)

Möchten Sie, dass das ERP-System für das IoT (Internet der Dinge) gerüstet ist?
Möchten Sie eine Verknüpfung mit wichtigen Lieferanten wie der Technische Unie und Rexel?
Führen Sie auch Wartungsarbeiten durch?
Müssen Arbeitsaufträge mobil eingegeben werden?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen (Teil 2 von 2)

Sollte das System offline konsultiert werden können?
Möchten Sie Maschinen aus der Ferne überwachen?
Arbeiten Sie auch auf Projektbasis?
Müssen Sie Kältemittel registrieren?

Welche Art von Versorgungsunternehmen haben Sie?

Fragen zu Ihren Geschäftsprozessen

Arbeitet Ihre Organisation auf Projektbasis?
Arbeiten Sie mit vielen verschiedenen Akteuren zusammen?
Verwaltet Ihre Organisation Immobilien?
Führen Sie viele Wartung durch?
Brauchen Sie eine Zeiterfassung für Ihre Mitarbeiter?

Öffentlicher Sektor und NGOs

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Arbeiten Sie auf Projektbasis?
Wünschen Sie eine Mitgliederverwaltung?
Muss das ERP-System mit anderen Paketen verknüpft werden?
Nämlich:
Muss das ERP-System mobil verfügbar sein?

Welche Art von Logistikdienstleistungen bieten Sie an?

Organisieren Sie die Ladungen wie folgt?

Sammelgut/Teilladungen (LTL)
Sammelgut/Teilladungen, die in einem Zentrum für mehrere Auftraggeber gebündelt werden
FTL
Komplettladungen für mehrere Auftraggeber
Dedicated Logistics
Transport für einen Auftraggeber

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In welchen Fertigungsmengen produzieren Sie?

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Führen Sie regelmäßige Wartungsarbeiten durch?
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