Wenn der Berater ein neues ERP vorschlägt

Wenn der Berater ein neues ERP vorschlägt

Die Consulting-Branche boomt. Immer mehr Unternehmen beauftragen externe Beratungsfirmen zur Optimierung der eigenen Prozesse.

Immer häufiger greifen Unternehmen auf Consultingfirmen bei elementaren Fragen des eigenen Geschäftsbetriebs zurück und nutzen die Vorteile die ein externer Berater mit sich bringt. Findet dieser dann heraus, dass ein neues ERP-System dem Unternehmen guttun würde, stellt sich schnell die Frage welches denn? Hier ist guter Rat teuer, denn oftmals arbeiten Consultingfirmen mit verschiedenen anderen Unternehmen und auch Herstellern von Softwaresystemen zusammen. Dann wird all zu oft auf Biegen und Brechen ein bestimmtes ERP-System implementiert, welches mehr Probleme schafft als es letztendlich löst. 

Will der Berater verkaufen oder beraten? 

Wichtig ist also im ersten Moment schonmal die Unabhängigkeit der Beratungsfirma. Nur dann kann ein Unternehmen sicher gehen, dass es nicht um irgendwelche Provisionen seitens eines ERP-Herstellers geht, sondern um die tatsächliche Optimierung der Geschäftsprozesse des Unternehmens. ERP-Systeme tragen immer das Potential in sich, eben jene Prozesse effizienter und profitabler zu gestalten. Berater werden gerade in Fragen der Digitalisierung besonders häufig konsultiert, wie aus einer aktuellen Studie des Handelsblattes hervorgeht. (vgl. Bert Fröndhoff, 16.01.2020, handelsblatt.com) 

Sind Consultingfirmen alternativlos? 

Doch ist eine Beratungsfirma in jedem Fall überhaupt notwendig? Sie lassen sich ihre Beratungsleistung oft fürstlich bezahlen und vermitteln darüber hinaus noch falsche Systeme. Nicht das damit gesagt sei, dass dieses Verhalten der Normalfall sei, dennoch gibt es eben jene schwarzen Schafe am Markt. Dabei kann ein passendes ERP-System durchaus in Eigenleistung und mit verhältnismäßig geringem Aufwand gefunden werden. Entscheidet dafür ist letztlich das Wissen rund um das wie. 

Suche nach ERP-Systemen selbst gestalten

Wie also können Unternehmen eigenständig herausfinden, an welchen Stellen das derzeitige System hakt und wo es Verbesserungspotentiale gibt? Grundsätzlich ist es hilfreich zu wissen, was der Fortschritt im Bereich ERP mittlerweile hervorgebracht hat und welche Möglichkeiten es überhaupt gibt. Hier können Berater durchaus hilfreich sein, doch wer Affinität zu Themen der Digitalisierung aufweist, kann auch selbst Recherche betreiben. Auch lohnt eine Befragung der eigenen Mitarbeiter. Sie wissen am besten wo die Probleme mit dem derzeitigen System stecken und welche Verbesserungspotentiale es gäbe. 

Vergleichen und testen

Letztlich lohnt es sich auch immer sich mehrere Systeme vorstellen zu lassen und diese zu testen. Schlägt ein Berater ein System als alternativlos vor, sollte man direkt skeptisch sein. Entweder hat dieser wirklich den gesamten Markt durchforstet, oder versucht einfach seine Provision herauszuschlagen. Sicherlich ist beides möglich, doch wer kennt schon den gesamten Markt? Berater haben sicher einen guten Überblick, doch greifen auch sie häufig auf Vergleichsportale zurück. Und das ist auch für den Unternehmer selbst einfach machbar. Hier erhält man einen guten Überblick über viele Systeme und erfährt auch alles Relevante über neue Innovationen. 

21 Januar 2020

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