5 unverzichtbare ERP-Funktionen für Modeunternehmen

Eine ERP-Software für die Modebranche verfügt über Funktionen, die die spezifischen Herausforderungen der Branche abdecken. Welche, zeigen wir Ihnen hier. Das Aufkommen des Online-Handels hat viele Unternehmen der Modebranche eiskalt erwischt. All zu lange haben sich traditionsreiche Unternehmen auf ihren Lorbeeren ausgeruht und dafür eine unschöne Quittung erhalten. Mit einer umfassenden ERP-Software speziell für die Modebranche lassen sich derartige Herausforderungen in Zukunft besser bewältigen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Tools, die eine ERP-Software bereithält und wie auch Ihr Unternehmen davon profitieren kann. Zunächst jedoch werfen wir einen Blick auf die allgemeine Funktionsweise von ERP-Software-Lösungen um besser verstehen zu können, wie diese dabei helfen können, das eigene Unternehmen langfristig positiv am Markt positionieren zu können.

Was ist ERP-Software? – Eine Definition

Unter ERP versteht man das sogenannte Enterprise-Resource-Planning. Hierbei geht es um den optimalen Einsatz aller zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Bewältigung der zu Grunde liegenden Geschäftsprozesse.

Dabei gilt es, die Prozesse so effizient wir nur eben möglich zu gestalten und gleichzeitig dafür Sorge zu tragen, dass diese zu jedem Zeitpunkt mit der richtigen Menge an Ressourcen ausgestattet sind. Da moderne Unternehmen über unzählige solcher Geschäftsprozesse verfügen, bedarf es einer smarten und intelligenten ERP-Software.

Alles an einem Ort

Diese bildet sämtliche Prozesse des Unternehmens ab und führen alle Daten auf einer zentralen Datenbank zusammen. So lassen sich viele Prozesse verschlanken, zusammenführen und vielerorts auch automatisieren.

Unter Ressourcen werden dabei nicht einfach nur Materialien verstanden, sondern vielmehr alle sämtliche Mittel, wie das Personal, Immobilien oder auch finanzielle Rücklagen. Im Kern geht es also darum all diese Ressourcen so einzuplanen, dass möglichst effiziente Geschäftsabläufe gewährleistet werden können.

Gleiche Daten an allen Stellen

Mit dem System arbeiten alle Stellen fortan mit den gleichen validen Daten, was neben deutlich schnelleren Abläufen auch Fehlerquoten durch Dubletten usw. weitestgehend vermeidet. Insgesamt werden Informationen im gesamten Unternehmen deutlich schneller und besser geteilt, wovon letztlich alle Stellen profitieren.

Technische Ebene von ERP-Software

Aufgebaut ist eine ERP-Software zu meist aus verschiedenen Modulen, die jeweils einen bestimmten Bereich eines Unternehmens abdecken. Dazu halten diese Module spezifische Funktionen bereit, die die individuellen Aufgaben in dem jeweiligen Bereich unterstützen. Die Module sind jedoch miteinander verbunden und überwinden so Abteilungs- und sogar Unternehmensgrenzen.

Zu den gängigsten Modulen in einer ERP-Software gehören zum Beispiel:

  • CRM (Customer-Relationship-Management)
  • Produktion
  • Lagerverwaltung
  • BI (Business Intelligence)
  • E-Commerce
  • Rechnungswesen
  • DMS (Dokumentenmanagement)

Die hier angeführten Module sind jedoch nur exemplarisch, je nach Branche bzw. Anforderungen des Unternehmens an eine ERP-Software sind noch viele weitere Module denkbar. Eine weitere Unterscheidung bei ERP-Systemen wird hinsichtlich deren Speicherort gemacht.

Cloud oder lokal?

So kann ein ERP-System entweder auf den hauseigenen Servern oder aber in einer Cloud betrieben werden. Aus diesen Optionen ergeben sich auch Unterschiede hinsichtlich der Funktionsweise und der Anpassungsfähigkeit der ERP-Software. Daher sollten sich Unternehmen zunächst unbedingt der Frage widmen, auf welchem Wege das neue ERP-System Einzug finden soll.

ERP-Systeme für die Textilbranche

Werfen wir nun einen Blick auf spezifische ERP-Lösungen, die speziell für Modeunternehmen konzipiert wurden. Wir haben aufgezeigt, dass sich ERP-Software-Lösungen teils hochgradig unterscheiden, je nach dem in welcher Branche dieses zum Einsatz kommen soll.

Spezifische ERP-Lösungen für die Branche

Gleiches gilt selbstverständlich auch für Unternehmen die im Bereich der Textilherstellung oder des Textilvertriebs tätig sind. Wir wollen im Folgenden nun einen detaillierteren Blick auf diese Eigenarten derartiger ERP-Lösungen werfen.

Dabei stellen wir Ihnen 5 unverzichtbare Funktionen für die Modebranche vor, die in Ihrem neuen ERP-System nicht fehlen sollten. Gleichsam gilt es festzuhalten, dass es in der Modebranche ebenfalls teils gravierende Unterschiede hinsichtlich der Geschäftsprozesse auszumachen sind.

Dennoch stellen wir an dieser Stelle einige der interessantesten Funktionen vor, die besonders in der Textilbranche gewinnbringend sein können.

1. Product-Data-Management (PDM)

Mit einem sogenannten Product-Data-Management-Modul (PDM) haben Sie alle Prozessschritte rund um die Produktion eines bestimmten Produktes immer im Blick. Auf dieser Grundlage lassen sich Entscheidungen deutlich besser und an Hand valider Daten treffen.

Schnellere Prozesse realisieren

Alle Stellen im Unternehmen, eingeschlossen Ihre Lieferanten, haben Zugriff auf notwendige Daten und können somit schneller und besser auf Änderungen oder Neuerungen reagieren. Das minimiert Fehlerquoten und träft zur Steigerung der Qualität und der Produktion insgesamt bei.

Viele Tools zur besseren Verwaltung

So finden sich in diesem Modul beispielweise Funktionen zur Erstellung von Stücklisten, Workflows oder auch Assistenten, mit denen sich verschiedene Stile und Varianten einfach und schnell realisieren lassen.

2. Omnichannel-Vertrieb

Die Qualität Ihrer Produkte und deren Innovationsgrad ist das Eine, das Andere ist, die Produkte einer breiten Öffentlichkeit zu Kauf anbieten zu können. Kunden erwarten heutzutage ein immer breiteres und sich ständig erneuerndes Angebot, welches auf allen einschlägigen Plattformen sichtbar ist.

Auf allen Plattformen vertreten

Mit einer entsprechenden ERP-Software lassen sich neben dem eigenen Web-Shop auch die entsprechenden B2B und B2C-Plattformen einfach integrieren. Auf diese Weise kann ein umfangreicher und vor allem gleichbleibender Vertrieb über die verschiedensten Kanäle hinweg garantiert werden.

Bestellvorgänge vereinfachen

Bestellungen werden über entsprechende Formulare eingegeben und direkt in das CRM überführt. Hier stehen die Daten dann dem gesamten Unternehmen zur Verfügung. So kann beispielwiese die Kommission direkt auf die entsprechende Bestellung reagieren, ganzgleich auf welchem Wege diese eingegangen ist.

3. Optimierter Einkauf

Neben dem Verkauf stellt auch der Einkauf von Materialien und Rohstoffen eine besondere Herausforderung dar. Zum einen gilt es den genauen Bedarf zu einem bestimmten Zeitpunkt zu ermitteln und zum anderen eine gleichbleibend hohe Qualität der Materialien zu gewährleisten.

Alle Lieferanten im Überblick

Mit einem speziellen Lieferantenmanagement-Tool haben Sie dabei alles genau im Blick und sehen Liefertermine sowie verfügbare Mengen direkt. Kommt es zu Lieferschwierigkeiten bei einem Lieferanten, kann das System automatisch andere Lieferanten vorziehen.

Waren besser und schneller verteilen

Auch die Verteilung auf verschiedene Standorte ist mit einer ERP-Software leicht zu verwalten. So ist immer einsehbar, wie viel Material wo noch vorhanden ist, was noch eingekauft und wohin geliefert werden muss.

4. Unterstützung der Produktion

Bei der Produktion im Bereich Textil kommt es vor allem auf Qualität und Schnelligkeit an. Die Waren müssen in vorgegebener Zeit in vorgebender Menge produziert werden, ohne dabei unnötig große Überschüsse zu produzieren.

Alles auf einem Blick erfassen

Im Wesentlichen kann ein ERP-System bei der Organisation der Produktion helfen, indem sich Auftrags-, Projekt- und Lagerproduktion einzeln abbilden lassen. Auch hilft eine umfangreiche Funktion zum Variantenmanagement, die gesamte Produktion zu überblicken, und das über mehrere Standorte und Produktionsstätten hinweg.

Genaue Aussagen treffen können

Dabei können die jeweiligen Status immer nachverfolgt werden, was bedingt, dass alle Stellen immer genau darüber in Kenntnis sind, wie lange die endgültige Lieferung noch dauern wird. Gerade in Bezug auf die Kunden, ein wichtiges Instrument.

Individualismus gerecht werden

Auch Produkt-Konfiguratoren erfreuen sich in jüngster Vergangenheit einer zunehmenden Beliebtheit. Vom eigenen Design auf T-Shirts über individualisierbare Schuhe bis hin zu Sonderanfertigungen und eigenen Schnittmustern, verlangen Kunden nach einem immer höheren Grad der individuellen Fertigung.

Schnell erfassen und weiterleiten

ERP-Systeme halten dafür spezielle Funktionen bereit, die es einfach und schnell ermöglichen solche individuellen Projekte umzusetzen. Bereit im Konfigurator werden die Maße und Daten erfasst und an die Produktion weitergeleitet.

5. CRM-Modul bringt Kunden und Unternehmen zusammen

Im Zentrum des unternehmerischen Schaffens steht immer der Kunde. Ist dieser unzufrieden, so wird er auf kurz oder lang dem Unternehmen den Rücken zukehren. Um dies zu vermeiden müssen Unternehmen sich mit einem gezielten Kundenbeziehungsmanagement auseinandersetzen.

Alle Daten direkt ersichtlich

Dabei werden im entsprechenden CRM-Modul sämtliche Kundendaten archiviert und gespeichert. So ist allen Servicemitarbeitern direkt ersichtlich, wie es um den jeweiligen Kunden steht, ob Bestellungen ausstehen oder Reklamationen anhänglich sind.

Schneller und besser helfen

Bei konkreten Anliegen eines Kunden, kann der Service so deutlich schneller und besser auf diese reagieren. Doch nicht nur das. Wertet man die Kundendaten aus, so ergeben sich wichtige Erkenntnisse über den eigenen Kundenstamm.

Besser werben und verkaufen

Mit diesen lassen sich Kunden besser bewerben und auch der Vertrieb profitiert im besonderen Maße. Denn erst wenn man seine Kunden und deren Bedürfnisse wirklich versteht, können diese besser gestillt werden.

Fazit: Das gesamte Unternehmen intelligenter machen

Unternehmen der Textilbranche, ganzgleich ob Produktion oder Vertrieb können von einer branchenspezifischen ERP-Lösung im besonderen Maße profitieren. Die Ansprüche der Kunden wachsen stetig und im gleichen Maße wächst die Konkurrenz.

Trends frühzeitig erkennen

Um langfristig am Markt bestehen zu können, reicht es nicht mehr nur als Trends im Bereich Mode, sondern auch im Bereich des Kundenservices frühzeitig zu erkennen und diese möglichst als erster bedienen zu können.

Nichts verpassen, sondern vorweg gehen

Allzu schmerzlich mussten traditionsreiche Modeketten und Labels in der Vergangenheit erfahren, was es bedeutet, die Trends im Bereich Vertrieb verschlafen zu haben. Der Online-Handel hat vielen von Ihnen gar die gesamte Existenz geraubt. Um dem vorzubeugen, gilt es sein gesamtes Unternehmen rechtzeitig zu digitalisieren, um bei neuen Trends direkt handeln zu können.