welche-cloud-ist-die-beste

Welche Cloud ist die Beste?

… Und warum sich diese Frage eigentlich nicht beantworten lässt, erfahren Sie hier.

Immer häufiger zieht es Unternehmen mit ihren ERP-Systemen in die Cloud. Zu attraktiv sind die dargebotenen Vorteile, die sich aus diesem Modell ergeben.

Doch schnell drängt sich auch die Frage auf, welche Cloud eigentlich die Beste ist und worin eigentlich die Unterschiede zwischen den verschiedenen Rechnerwolken liegen. 

Wir wollen genau darauf versuchen Antwort zu geben, beziehungsweise aufzuzeigen, warum diese Frage sich nur auf andere Art und Weise beantworten lässt. Zuvor jedoch wollen wir uns mit den wichtigsten Begrifflichkeiten vertraut machen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Cloud? – Eine Definition

Unter dem sogenannten Cloud-Computing versteht man eine IT-Infrastruktur die den Anwendern zumeist über das Internet zugänglich gemacht wird. Nutzer der Cloud können auf diese Struktur zugreifen und von der Speicher- und Rechenleistung der fremden Infrastruktur profitieren. 

Zudem wird immer häufiger auch Software in der Cloud angeboten. Nutzer können die Software nutzen, der Speicherplatz und auch die Rechenleistung wird von den Servern des Cloudanbieters bereitgestellt.

In diesem Zusammenhand wird auch immer vom sogenannten SaaS-Modell gesprochen.

SaaS als Modell der Zukunft?

SaaS Steht dabei für Software-as-a-Service. Man kauft also keine Software mehr und installiert diese auf den eigenen Rechnern, sondern nutzt diese aus der Cloud heraus.

Dazu ist oft nicht mehr nötig als ein entsprechender Zugang, bzw. eine Lizenz und eine Internetverbindung. Die Lizenz erwirbt man dabei von Anbieter und kann das System dann entsprechend der Vertragsbedingungen nutzen. 

Meist ist hier eine monatliche Lizenzgebühr fällig. Unternehmen zahlen also nur für die Lizenzen die sie auch wirklich benötigen. Auch hinsichtlich des Funktionsumfangs bieten Softwarehäuser verschiedene Modelle an.

Immer häufiger findet man dementsprechend auch ERP-Software-Lösungen, die in einer Cloud betrieben werden. 

Was ist ERP-Software? – Eine Definition

ERP ist die Abkürzung für das sogenannte Enterprise-Ressource-Planning. Hierbei geht es um die Aufgabe eines Unternehmens die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen so effizient wie möglich für die eigenen Geschäftsprozesse einzusetzen. Zentral dabei ist die Planung, Steuerung und Überwachung aller Prozesse.

Gleichzeitig gilt es sicherzustellen, dass jeder dieser Prozesse zur richtigen Zeit mit der richtigen Menge an Ressourcen in der korrekten Beschaffenheit versorgt wird, ohne dass es dabei zu Verschwendungen oder Engpässen kommt. Unter Ressourcen werden dabei nicht nur Rohstoffe verstanden, sondern auch: 

  • Werkzeuge (Arbeitsmaterialien, etc.)
  • Maschinen (Produktionsanlagen, Roboter, etc.) 
  • Fuhrpark (LKWs, Firmenwagen, etc.)
  • Personal (Mitarbeiter, Leiharbeiter, etc.)
  • Finanzielle Mittel (Bankvermögen, Einlagen etc.) 
  • Immobilien (Werkhallen, Bürogebäude, etc.)
  • Rohstoffe (u.a. auch Bauteile, Teilstücke, etc.)

Da es in modernen Unternehmen heutzutage zu mehreren tausenden Prozessen am tag kommt, die teilweise aufeinander aufbauen, teilweise parallel zueinander verlaufen oder ineinanderfließen, ist die zentrale Steuerung all dieser Prozesse eine kaum zu bewältigende Aufgabe.

Zu diesem Zwecke werden ERP-Systeme eingesetzt. 

Alle Daten auf einem Blick

Diese Softwareanwendungen bilden sämtliche Prozesse eines Unternehmens digital ab und führen diese auf einer zentralen Datenbank zusammen.

Auf diese Weise werden Abteilungsgrenzen überwunden und die Prozesse lassen sich nochmals deutlich verschlanken, zusammenführen und teilweise automatisieren. 

Technische Ebene von ERP-Software

ERP-Software ist zumeist aus verschiedenen Modulen zusammengesetzt. Dabei deckt jedes dieser Module einen bestimmten Aufgabenbereich im Unternehmen ab. In moderner ERP-Software finden sich oftmals folgende Module an: 

  • Business Intelligence
  • Customer-Relationship-Management
  • Dokumentenmanagement
  • Finanzbuchhaltung
  • Warehouse-Management
  • Human-Resource-Management
  • Produktion

Je nach Bedarf des Untenrehmen kommen Module und Funktionen hinzu oder werden ausgeklammert. So benötigt beispielwiese nicht jedes Unternehmen ein Produktionsmodul, bedarf jedoch einer Kassenanbindung oder dergleichen. 

Verschiedene Lizenzmodelle

Das macht die Frage nach der passenden ERP-Software letztlich auch zu einer hochgradig individuellen Angelegenheit.

Doch nicht nur hinsichtlich des Funktionsumfangs, sondern auch in Bezug auf das zu Grunde liegende Lizenzmodell der Lösung ergeben sich große Unterschiede. Hier tuen sich vor allem folgende vier Modelle hervor:

  • On-Premise-ERP
  • Cloud-ERP
  • Hosted-ERP
  • Hybrides-ERP

Eingangs haben wir uns ja schon mit der Cloud-Variante beschäftigt. Bei einer lokalen oder On-Premises-Variante einer ERP-Software handelt es sich um das klassische Modell, bei dem einfach eine Software gekauft und auf den hauseigenen Servern betrieben wird. 

Hybrid oder auch gehostet

Man kann sich jedoch auch Server von einem Anbieter mieten, auf denen dann die Lösung implementiert wird. In diesem Fall spricht man von der gehosteten Variante.

Das hybride Modell ist zu Teilen auf den eigenen Servern und zu anderen Teilen in der Cloud ansässig. Daten aus der Cloud können auch lokal genutzt werden, lokale Daten jedoch verbleiben im eigenen Unternehmen. 

ERP-Software aus der Cloud – Was ist die Beste Cloud?

Eingangs haben wir ja schon darauf hingewiesen, dass sich die Frage nicht ohne weiteres beantworten lässt. Denn wie sich im Hinblick auf die ERP-Systeme schon gezeigt hat, sind derartig gelagerte Fragen nur sehr individuell zu beantworten. 

Verschiedene Cloud-Modelle

Während das Eine für ein Unternehmen sehr viel Sinn ergibt, kann es für das andere Unternehmen das völlig falsche sein. In Bezug auf die verschiedenen Cloud-Modelle ergeben sich bereits einige Unterschiede:

  • Public Cloud
  • Private Cloud
  • Hybrid Cloud
  • Community-Cloud

Hier sind es vor allem Unterschiede bei dem Zugriff auf die jeweiligen Rechnerwolken. Während eine Public-Cloud für jeden mit einem entsprechenden Zugriff zugänglich ist, sind bei Gegenstück der Private-Cloud nur die Daten eines Akteurs gespeichert.

Die gesamte Infrastruktur wird ausschließlich von einer einzigen Organisation genutzt. 

Jetzt muss festgehalten werden, dass die meisten großen ERP-Softwaresysteme in einer Public-Cloud angeboten werden.

Hier haben viele Unternehmen jedoch einige Sicherheitsbedenken, weshalb auch immer häufiger eine Private oder Community-Cloud angeboten werden.

Standort der Rechenzentren

Ferner muss bei einer Cloud auch immer auf den Standort der Rechenzentren geworfen werden.

Große Cloud-Betreiber wie Microsoft oder auch SAP betreiben gleich mehrere Rechenzentren weltweit. Warum jedoch spielt der Standort überhaupt eine Rolle? Im Kern geht es um nationale Rechtsprechung und Vorgaben.

Regionale Unterschiede in der Gesetzgebund beachten

So gewährt der US-Patriot-Act beispielweise der amerikanischen Regierung im Ausnahmefall Zugriff auf alle Daten US-amerikanischer Konzerne zu erhalten.

Das gilt dann auch für Daten on Kunden aus dem Ausland. Unternehmen aus dem EU-Raum müssen dann genau schauen, inwieweit die Gesetze in den USA mit denen der EU vereinbar sind. 

Denn eines muss bei der ganzen Inanspruchnahme von externen Dienstleistungen klar sein – der Schutz der Daten obliegt dem jeweiligen Unternehmen selbst.

Daher müssen Verträge mit den Cloudanbietern geschlossen werden, die regeln, wie mit diesen Daten umgegangen werden muss. 

Beste Cloud am Markt? – Individuelle Entscheidung

Was nun die beste Cloud am Markt ist, lässt sich letztendlich nur individuell beantworten. Zunächst gilt es herauszufinden, welche Erwartungen ein Unternehmen ganz speziell an die Cloud hat.

Hier stellen sich Fragen der Sicherheit aber auch der Performance und der Ausfallzeiten. Nicht zu Letzt ist die Auswahl auch immer eine Frage der damit verbundenen Kosten. 

Wissen wonach man sucht

Daher sollten Unternehmen im Vorfeld unbedingt klären, welche individuellen Ziele verfolgt werden sollen. Danach kann auch priorisiert werden, welche Faktoren für die Entscheidung ausschlaggebend sind.

Heute finden sich Rechnerwolken nicht nur der großen Anbieter am Markt. Auch kleinere Anbieter mit regionaleren Cloudangeboten tummeln sich mittlerweile am Markt. 

Abwägen und Entscheiden

Große Anbieter mit vielen Kunden und einer Vielzahl sensibler Daten zentriert auf wenigen Servern stellen auch immer ein attraktives Ziel für Hacker dar.

Gleichzeitig investieren große Anbieter auch deutlich mehr Kapazitäten und Ressourcen in den Schutz dieser. Letztlich bleibt es abzuwägen, zwischen Kosten und Nutzen, zwischen Performance und Ausfallzeiten oder auch zwischen private Cloud und Aufwand. 

Fazit: Es gibt nicht die eine beste Cloud

Das Fazit an dieser Stelle kann nur lauten, dass es die eine herausragende und beste Cloud nicht gibt. Vielmehr kommt es auf die individuellen Vorstellungen und Anforderungen an, die man an ein System stellt.

Es gilt in allererster Linie darauf zu achten, dass man mit der gewünschten ERP-Software seine gesteckten Ziele erreichen kann. 

Zudem müssen Parameter wie Kosten, Ausfallzeiten, Performance, Standort oder auch Datensicherheit in die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Cloud einbezogen werden. Je mehr man sich mit all diesen Faktoren auseinandersetzt, desto eher findet man sie – die Beste Cloud für seine individuellen Zwecke.

Nachhaltigkeit als Marketingstrategie

Wie Unternehmen Nachhaltigkeit als Alleinstellungsmerkmal nutzen und ERP-Software sie dabei unterstützen kann, erfahren Sie hier.

Lesen Sie weiter

Mit ERP-Software nachhaltig Ressourcen einsparen

Nachhaltigkeit ist längst keine Option oder Haltung mehr. Wie Sie mit einem ERP-System dazu beitragen ressourenschonend zu arbeiten, lesen Sie hier.

Lesen Sie weiter