Brand in Rechenzentrum von Europas größtem Cloud-Anbieter

Brand in Rechenzentrum von Europas größtem Cloud-Anbieter

Beim französischen Cloud-Anbieter OVHcloud in Straßburg ist ein verheerendes Feuer ausgebrochen. Viele Daten könnten für immer verloren sein.

Am 10.03.2021 kam es aus bisher unbekannten Gründen zu einem Großbrand am OVHcloud-Rechenzentrum in Straßburg. Hier sind mehr als 100.000 Server verschiedenster Unternehmen, Behörden und anderer Einrichtungen beherbergt. Eines der Datenzentren sei dabei gänzlich zerstört worden, ein anderes massiv beschädigt. Zwei weitere Zentren mussten aus Sicherheitsgründen heruntergefahren werden. 

Börsengang nun auf Eis?

Europas größter Cloud-Anbieter OVHcloud hatte noch zu Beginn der Woche den eigenen Börsengang angekündigt. Bewertet sollte das Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Euro werden. Die Pläne hierfür dürften zunächst einmal auf Eis liegen, bedenkt man die Folgen, die das Feuer auf das eigene Geschäft haben könnte. 

Keine Personenschäden und Sofortmaßnahmen eingeleitet

Zu Schaden gekommen sei indes niemand, wenngleich die Daten vieler Nutzer nachhaltig verloren sein könnten. In einer Stellungnahme, die das Unternehmen am Mittwochnachmittag auf Twitter postete, heißt es, man habe vor Ort ein provisorisches Büro eingerichtet und Personal aus verschiedensten Bereichen nach Straßburg abgestellt. 

Dienstleistungen werden auf andere Server umgeleitet

Man habe damit begonnen den eigenen Kunden eine alternative Infrastruktur bestehend aus Dedicated Server, Private und Public Cloud anzubieten. Man wolle seine Produktionskapazität verdreifachen, um schnellstmöglich allen Kunden helfen zu können. 

Ein Datenzentrum vollständig zerstört

Ebenso habe man mit der Analyse und der Bestandsaufnahme begonnen, erste Reinigungs- und Reparaturarbeiten aufgenommen und habe mit dem Absaugen des Wasserreservoirs angefangen. Die vier Datenzentren seien nach eigenen Angaben unterschiedlich schwer beschädigt. So müsse eines der vier Zentren komplett neu aufgebaut werden, während man bei einem weiteren noch genauer analysieren müsse, wie gravierend die Schäden hier wirklich sind. 

Kunden sollen Notfallpläne auf den Weg bringen

Was das für einzelne Kunden bedeutet sei derzeit noch nicht in jedem Fall absehbar. OVHcloud rief seine Kunden dazu auf, Notfallpläne für die eigenen Daten und Websites auf den Weg zu bringen. Verschieden Dienstleistungen werden auf andere Datenzentren umgeleitet. 

„Wir haben den Anspruch, unsere Kunden bei ihren Tätigkeiten im Web mit Dienstleistungen in optimaler Qualität zu begleiten. Uns ist bewusst, wie wichtig dies für sie ist. Für die durch diesen Brand entstandenen Schwierigkeiten möchten wir uns bei unseren Kunden entschuldigen. Wir werden weiterhin transparent über die Ursache und die Folgen des Brandes berichten.“

Vertrauen in die Cloud

Der Brand zeigt auf, worin die Angst vieler Unternehmen begründet liegt, wenn es heißt die Daten eigenen Daten in einer Cloud zu speichern. Die Auslagerung macht vielen Unternehmen Bauchschmerzen, wenngleich festgehalten werden muss, dass man auch im eigenen Unternehmen vor einem Brand und dem damit verbunden Verlust von Daten nicht gefeilt ist. 

Wichtig ist es daher besonders wichtige Daten immer an einem zweiten Standort zu sichern. Regelmäßige Backups können dabei helfen die Schäden eines Datenverlustes zu begrenzen

12 März 2021

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